
vorgeben
So tun, als ob etwas der Fall wäre; etwas vortäuschen oder simulieren, das nicht der Wahrheit entspricht.
Er gab vor, krank zu sein, um nicht zur Arbeit gehen zu müssen.
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So tun, als ob etwas der Fall wäre; etwas vortäuschen oder simulieren, das nicht der Wahrheit entspricht.
Er gab vor, krank zu sein, um nicht zur Arbeit gehen zu müssen.

Etwas als Regel, Richtlinie oder Ziel festlegen oder bestimmen. Es definiert einen Standard, der eingehalten werden soll.
Die Architektin hat die genauen Maße für das Fundament vorgegeben.

In einem Wettbewerb oder Spiel einem schwächeren Gegner einen Vorteil gewähren, zum Beispiel einen Vorsprung oder eine Spielfigur.
Beim Schachspiel gab sie ihrem jüngeren Bruder einen Bauern vor.
„Vorgeben“ ist ein trennbares Verb. Im Hauptsatz steht die Vorsilbe „vor“ am Ende, im Nebensatz bleibt das Verb zusammen und im Infinitiv mit „zu“ steht „zu“ zwischen „vor“ und „geben“.
Er gibt eine Erklärung vor.
Die Bedeutung erkennen Sie am Kontext: Geht es um eine Täuschung, ist „vortäuschen“ gemeint. Geht es um Regeln oder Ziele, ist „festlegen“ gemeint. Findet es im Kontext eines Spiels statt, bedeutet es oft „einen Vorteil gewähren“.
Sie gab vor, müde zu sein, um gehen zu können.
In der Bedeutung „vortäuschen“ wird „vorgeben“ sehr oft mit einer Infinitivkonstruktion mit „zu“ oder einem „dass“-Satz verwendet. Diese Konstruktion beschreibt, was die Person vorgibt zu sein oder zu tun.
Das Kind gab vor, zu schlafen.
Wenn „vorgeben“ „festlegen“ bedeutet, wird es oft mit abstrakten Konzepten kombiniert. Typisch sind: „die Richtung vorgeben“, „ein Ziel vorgeben“, „den Rahmen vorgeben“ oder „den Takt vorgeben“.
Die Regierung gibt die politische Richtung für die nächsten Jahre vor.
In der Bedeutung „einen Vorteil gewähren“ wird die Person, die den Vorteil erhält, im Dativ genannt. Das Muster ist: jemandem (Dativ) etwas (Akkusativ) vorgeben.
Der erfahrene Spieler gab seinem Gegner eine Figur vor.
Angeben passt, wenn jemand durch sein Verhalten den Takt, das Tempo oder die Richtung signalisiert. Vorgeben betont stärker, dass ein Tempo als Ziel, Regel oder verbindlicher Maßstab festgelegt wird. Deshalb gibt etwa eine führende Person das Tempo an, während ein Plan es vorgibt.

Beim gemeinsamen Lauf gibt der Trainingsplan ein festes Tempo vor.
Beim gemeinsamen Lauf gibt die erfahrene Läuferin das Tempo an.