der Skrupel
Ein moralischer Zweifel oder ein Bedenken, das jemanden zögern lässt, etwas Unrechtes oder Fragwürdiges zu tun. Wird fast immer im Plural verwendet.
Er hatte keine Skrupel, seine Kollegen zu belügen, um die Beförderung zu bekommen.

Skrupel
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Ein moralischer Zweifel oder ein Bedenken, das jemanden zögern lässt, etwas Unrechtes oder Fragwürdiges zu tun. Wird fast immer im Plural verwendet.
Er hatte keine Skrupel, seine Kollegen zu belügen, um die Beförderung zu bekommen.

Dieses Wort wird fast ausschließlich im Plural „die Skrupel“ verwendet. Die Singularform „der Skrupel“ existiert zwar, ist im modernen Sprachgebrauch aber extrem selten.
Sie hatte große Skrupel, das Geheimnis ihrer Freundin zu verraten.
„Skrupel“ wird meist mit dem Verb „haben“ verwendet. Besonders häufig ist die negative Formulierung „keine Skrupel haben“, um auszudrücken, dass jemand moralisch hemmungslos ist.
Der Dieb hatte offensichtlich keine Skrupel, der alten Dame die Handtasche zu stehlen.
Auf die Wendung „(keine) Skrupel haben“ folgt oft eine Infinitivkonstruktion mit „zu“. Sie beschreibt die Handlung, bei der die moralischen Bedenken eine Rolle spielen.
Er hatte Skrupel, das Jobangebot anzunehmen, weil er dafür umziehen müsste.
„der Zweifel“ und „der Skrupel“ beschreiben beide eine Art Unsicherheit. „Zweifel“ kann sich auf viele Dinge beziehen: Man ist unsicher, ob etwas stimmt, klappt oder richtig ist. „Skrupel“ meint dagegen moralische Bedenken. Man zögert, weil etwas unfair, falsch oder unanständig sein könnte. Das Wort wird fast immer im Plural benutzt: „Skrupel haben“. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beides ein inneres Zögern ausdrückt. Wenn es um Wahrheit oder Sicherheit geht, passt „Zweifel“. Wenn es um Gewissen und richtiges Verhalten geht, passt „Skrupel“.

Mein Freund hat Skrupel, die alte Nachbarin um Geld zu bitten.
Die Mitarbeiterin hat Zweifel, ob die neue Software rechtzeitig fertig wird.