starr
Unbeweglich, steif und nicht biegsam.
Nach dem langen Sitzen fühlten sich seine Glieder ganz starr an.

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Unbeweglich, steif und nicht biegsam.
Nach dem langen Sitzen fühlten sich seine Glieder ganz starr an.

Das Adjektiv „starr“ ist eng mit dem Verb „erstarren“ verwandt. „Erstarren“ bedeutet, steif oder unbeweglich zu werden, was die Grundbedeutung von „starr“ gut erklärt.
Als er die schreckliche Nachricht hörte, erstarrte er.
In der Bedeutung „fixiert“ wird „starr“ sehr oft mit Verben des Sehens kombiniert. Typische Wendungen sind „starr blicken“, „starr schauen“ oder „jemanden starr ansehen“.
Die Katze schaute starr auf den Vogel im Baum.
Um die Ursache für die Steifheit auszudrücken, wird oft die Präposition „vor“ mit Dativ verwendet. Die häufigsten Kombinationen sind „starr vor Kälte“ und „starr vor Schreck“.
Nach dem Sturz ins kalte Wasser war er starr vor Kälte.
Die übertragene Bedeutung erkennen Sie daran, dass sich „starr“ nicht auf einen Körper oder Körperteil, sondern auf abstrakte Konzepte bezieht. Beispiele sind „starre Regeln“, „ein starrer Plan“ oder „eine starre Meinung“.
Das Unternehmen leidet unter seinen starren Hierarchien.
„flexibel“ und „starr“ stehen oft im Gegensatz. „flexibel“ passt, wenn etwas biegsam ist oder wenn jemand gut auf neue Situationen reagiert. „starr“ bedeutet dagegen, dass etwas unbeweglich ist oder dass jemand an festen Regeln und Meinungen festhält. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide für Dinge und für Verhalten benutzt werden. Merke dir: „flexibel“ öffnet Möglichkeiten, „starr“ lässt kaum Veränderung zu.

Bei der Arbeit hält er starr an seinem alten Plan fest.
Nach der Arbeit bin ich flexibel und kann auch später zum Training kommen.