
stolpern
Beim Gehen oder Laufen mit dem Fuß an einem Hindernis hängen bleiben und dadurch das Gleichgewicht verlieren oder hinfallen.
Im Dunkeln bin ich über eine Teppichkante gestolpert.
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Beim Gehen oder Laufen mit dem Fuß an einem Hindernis hängen bleiben und dadurch das Gleichgewicht verlieren oder hinfallen.
Im Dunkeln bin ich über eine Teppichkante gestolpert.

Bildlich für etwas oder jemanden zufällig, unerwartet finden oder entdecken.
Beim Aufräumen des Kellers bin ich über meine alten Schulhefte gestolpert.

Beim Sprechen oder Vorlesen kurz den Faden verlieren, sich versprechen oder an einem Wort hängen bleiben.
Der Nachrichtensprecher stolperte kurz über den komplizierten ausländischen Namen.
Das Perfekt von „stolpern“ wird immer mit dem Hilfsverb „sein“ gebildet, da es eine unkontrollierte Bewegung oder eine Zustandsänderung beschreibt. Es heißt also „ich bin gestolpert“, nicht „ich habe gestolpert“.
Pass auf, ich bin gestern an der gleichen Stelle gestolpert.
In allen Bedeutungen wird „stolpern“ fast immer mit der Präposition „über“ und dem Akkusativ verwendet. Diese Struktur gibt an, woran man hängen bleibt, was man zufällig findet oder welches Wort Schwierigkeiten bereitet.
Er ist über ein Kabel gestolpert.
Die bildliche Bedeutung „etwas zufällig finden“ erkennen Sie am Kontext. Das Objekt, über das man „stolpert“, ist hier kein physisches Hindernis, sondern oft eine Information, ein Gegenstand oder eine Person, die man unerwartet entdeckt.
Beim Stöbern in der Bibliothek bin ich über ein faszinierendes Buch gestolpert.
Wenn es um das Sprechen geht, wird „stolpern“ oft in Wendungen wie „über seine eigenen Worte stolpern“ oder „beim Vorlesen stolpern“ verwendet. Es beschreibt eine kurze Unterbrechung oder einen kleinen Fehler im Redefluss.
Der Redner war nervös und stolperte mehrmals über seine eigenen Worte.
Beim Sprechen können beide Wörter eine kurze Störung beschreiben. „Stocken“ betont eine Pause oder ein Zögern, etwa aus Unsicherheit; „stolpern“ hebt dagegen einen Versprecher, ein schwieriges Wort oder den verlorenen Faden hervor. Entscheidend ist also die Art der Unterbrechung.

Beim Vorlesen stolperte Lea über ein schwieriges Wort.
Beim Vorlesen stockte Lea kurz, weil sie plötzlich nervös wurde.