stocken
Beim Sprechen kurz innehalten oder zögern, oft aus Unsicherheit, Nervosität oder Erschrecken.
Als sie die schlechte Nachricht überbrachte, stockte ihre Stimme.

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Beim Sprechen kurz innehalten oder zögern, oft aus Unsicherheit, Nervosität oder Erschrecken.
Als sie die schlechte Nachricht überbrachte, stockte ihre Stimme.

„Stocken“ ist ein intransitives Verb, das kein Akkusativobjekt hat. Das Subjekt des Satzes ist immer die Person, die Sache oder der Prozess, der ins Stocken gerät.
Mitten im Satz stockte der Redner.
Die Bedeutung erkennen Sie am Subjekt: Wenn eine Person, die Stimme oder die Rede „stockt“, bedeutet es „zögern“. Wenn der Verkehr, die Wirtschaft oder Verhandlungen „stocken“, bedeutet es „zum Stillstand kommen“.
Ihre Stimme stockte, als sie von dem Ereignis erzählte.
In der Bedeutung „langsamer werden“ wird „stocken“ oft mit Prozessen oder Bewegungen verwendet. Typische Subjekte sind „der Verkehr“, „die Verhandlungen“, „der Handel“ oder auch „der Atem“.
Wegen des starken Schneefalls stockte der Verkehr auf allen Hauptstraßen.
Die Redewendung „jemandem das Blut in den Adern stocken lassen“ ist sehr gebräuchlich. Die Person, die sich erschreckt, steht dabei im Dativ.
Der unheimliche Schrei ließ mir das Blut in den Adern stocken.
„hängen“ und „stocken“ können beide bedeuten, dass etwas nicht richtig weiterläuft. „hängen“ benutzt man umgangssprachlich besonders bei Technik, zum Beispiel wenn ein Computer oder ein Programm plötzlich nicht mehr reagiert. „stocken“ passt eher zu einem Prozess, einer Bewegung oder einem Ablauf, der langsamer wird oder kurz stehen bleibt. Bei Software klingt „hängen“ natürlicher, bei Verhandlungen, Verkehr oder Arbeitsschritten eher „stocken“.

Nach dem Streit stockt die Arbeit im Team deutlich.
Mein Laptop hängt seit zehn Minuten, und ich kann nichts mehr anklicken.