tappen
Sich unsicher und tastend fortbewegen, meist weil man nichts oder nur wenig sehen kann.
Nachdem das Licht ausging, tappte er vorsichtig durch den dunklen Flur.

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Sich unsicher und tastend fortbewegen, meist weil man nichts oder nur wenig sehen kann.
Nachdem das Licht ausging, tappte er vorsichtig durch den dunklen Flur.

Das Wort „tappen“ ist lautmalerisch. Der Klang des Wortes imitiert das Geräusch von unsicheren, tastenden Schritten („tapp, tapp, tapp“).
Man hörte ihn im Dunkeln durch die Wohnung tappen.
In seiner wörtlichen Bedeutung wird „tappen“ oft mit einer Präposition und einem Ort kombiniert, um die Richtung oder den Weg der unsicheren Bewegung zu beschreiben.
Sie tappte schlaftrunken in die Küche, um Wasser zu trinken.
Die Redewendung „im Dunkeln tappen“ bedeutet, dass man ahnungslos ist. Die Präposition „im“ mit Dativ ist hier ein fester Bestandteil.
Was die Pläne der Konkurrenz angeht, tappen wir noch völlig im Dunkeln.
Die Redewendung „in die Falle tappen“ bedeutet, auf einen Trick hereinzufallen. Hier wird immer die Präposition „in“ mit dem Akkusativ („die Falle“) verwendet.
Der Betrüger hoffte, dass jemand in seine Falle tappen würde.
„wissen“ und „tappen“ können im Zusammenhang mit Informationen einen Gegensatz bilden. „wissen“ bedeutet, dass man eine Information hat oder über eine Situation Bescheid weiß. „tappen“ hat diese Bedeutung nur in der festen Wendung „im Dunkeln tappen“. Dann meint es, dass man keine klare Information hat und ahnungslos ist. Man sagt also nicht einfach „ich tappe die Antwort“, sondern „ich tappe im Dunkeln“. Wenn man sicher informiert ist, passt „wissen“; wenn man noch gar nichts Genaues weiß, passt „im Dunkeln tappen“.

Bei der Ursache des Fehlers tappen wir noch im Dunkeln.
Nach dem Anruf weiß Maria endlich, wann der Zug fährt.