Eine Flüssigkeit, in der Lebensmittel (wie Fleisch, Fisch oder Gemüse) gekocht, eingelegt oder ziehen gelassen wurden und die deren Geschmack angenommen hat. Sie dient oft als Basis für Soßen oder Suppen.
beispiel
Gießen Sie den Sud vom Gulasch durch ein Sieb, um eine feine Soße zu erhalten.
Tipps
Wortfamilie
Das Nomen „der Sud“ ist eng mit dem alten deutschen Verb „sieden“ verwandt, das „stark kochen“ oder „wallen“ bedeutet. Ein Sud ist also das Ergebnis eines Koch- oder Ziehprozesses.
BEISPIEL
Der Tee muss fünf Minuten im heißen Wasser sieden.
Kontexthinweis
Wenn Sie im Zusammenhang mit „Sud“ Wörter wie „Brauerei“, „Hopfen“, „Malz“ oder „Bier“ lesen, ist immer die Flüssigkeit beim Bierbrauen gemeint. Im normalen Kochkontext fehlen diese Begriffe.
BEISPIEL
Nach dem Kochen wird der Sud abgekühlt und die Hefe zugegeben.
Typische Verbindungen
In der Küche wird ein Sud oft „angesetzt“ (vorbereitet). Man lässt Lebensmittel darin „ziehen“ oder „kochen“. Anschließend wird der Sud oft „abgegossen“ oder als Basis für eine Soße „verwendet“.
BEISPIEL
Für die Soße habe ich den Sud des Bratens verwendet.
Vergleichen mit
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Sud vs Saft
„der Saft“ und „der Sud“ können beide eine Flüssigkeit mit Geschmack aus Lebensmitteln sein. „Saft“ entsteht, wenn beim Kochen oder Braten Flüssigkeit aus Fleisch, Fisch oder Gemüse austritt. „Sud“ ist die Flüssigkeit, in der etwas gekocht, eingelegt oder ziehen gelassen wurde. Sie hat den Geschmack der Zutaten aufgenommen. Die Wörter können in Rezepten ähnlich wirken. Natürlicher ist „Saft“, wenn die Flüssigkeit aus dem Lebensmittel selbst kommt, und „Sud“, wenn das Lebensmittel in einer Flüssigkeit liegt oder gekocht wurde.
Sud
Nach dem Kochen gießt sie den Sud nicht weg, sondern nutzt ihn für die Suppe.
Saft
Der Saft vom Gemüse bleibt in der Pfanne und macht die Soße kräftiger.