tief
Beschreibt eine große Ausdehnung nach unten, in das Innere oder von der Oberfläche weg.
Der See ist an dieser Stelle über 50 Meter tief.

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Beschreibt eine große Ausdehnung nach unten, in das Innere oder von der Oberfläche weg.
Der See ist an dieser Stelle über 50 Meter tief.

Die wörtliche Bedeutung von „tief“ (große Ausdehnung nach unten) wird auf viele andere Bereiche übertragen. So kann auch ein Gefühl, ein Ton, eine Farbe oder der Schlaf „tief“ sein, was dann „intensiv“ oder „stark“ bedeutet.
Er hat einen tiefen Respekt vor seiner Lehrerin.
„Tief“ kann als Adverb verwendet werden, um ein Verb zu modifizieren. Es bedeutet dann oft „intensiv“ oder „gründlich“. Typische Beispiele sind „tief einatmen“, „tief nachdenken“ oder „tief blicken“.
Bevor du antwortest, atme erst einmal tief durch.
In Bezug auf Akustik beschreibt „tief“ eine niedrige Frequenz. Die häufigsten Verbindungen sind „eine tiefe Stimme“ oder „ein tiefer Ton“.
Der Bass erzeugt sehr tiefe Töne.
Um die Intensität von Emotionen auszudrücken, wird „tief“ oft mit Gefühlsnomen kombiniert. Häufige Beispiele sind „tiefe Trauer“, „tiefe Freude“ oder „tiefes Mitgefühl“.
Nach dem Tod ihres Hundes war sie in tiefer Trauer.
In Verbindung mit Zuständen wie Schlaf oder Konzentration bedeutet „tief“, dass der Zustand sehr intensiv und stabil ist. Die bekannteste Verbindung ist „im tiefen Schlaf sein“.
Er war so in tiefe Gedanken versunken, dass er die Frage nicht hörte.
Bei Farben bedeutet „tief“ so viel wie „satt“ oder „dunkel“. Man spricht zum Beispiel von „tiefem Schwarz“, „tiefem Blau“ oder „tiefem Rot“.
Der Himmel hatte ein tiefes Blau.
Um eine Position weit im Inneren eines Bereichs zu beschreiben, wird „tief“ oft mit Präpositionen wie „in“ oder „auf“ verwendet. Typische Phrasen sind „tief im Meer“ oder „tief in der Erde“.
Wir sind tief in den Wald gewandert.
„hoch“ und „tief“ können Gegensätze sein, aber nur in bestimmten Kontexten. Bei Räumen und Gegenständen beschreibt „hoch“ etwas, das weit nach oben geht. „Tief“ beschreibt etwas, das weit nach unten oder ins Innere geht, zum Beispiel ein Loch oder Wasser. Auch bei Tönen sind sie Gegensätze: ein hoher Ton und ein tiefer Ton. Verwechseln kann man sie, weil beide eine Richtung oder Lage beschreiben. Wichtig ist der Kontext: Ein Turm ist hoch, ein Brunnen ist tief. Bei Werten ist der Gegensatz zu „hoch“ oft „niedrig“, nicht „tief“.

Der See ist an dieser Stelle sehr tief.
Vom hohen Turm sieht man den ganzen Ort.