das Loch
Eine Öffnung oder Vertiefung in einer Oberfläche oder einem Gegenstand, die durch Materialverlust entstanden ist.
Ich habe ein Loch in meiner Socke.

Loch
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Eine Öffnung oder Vertiefung in einer Oberfläche oder einem Gegenstand, die durch Materialverlust entstanden ist.
Ich habe ein Loch in meiner Socke.

Vom Nomen „das Loch“ leitet sich das Verb „löchern“ ab. Umgangssprachlich bedeutet „jemanden mit Fragen löchern“, dass man einer Person ununterbrochen viele Fragen stellt.
Die Journalisten löcherten den Politiker mit Fragen.
Die Redewendung „jemandem ein Loch in den Bauch fragen“ bedeutet, jemandem extrem viele und oft neugierige Fragen zu stellen. Die Person, die gefragt wird, steht im Dativ.
Mein kleiner Neffe hat mir den ganzen Nachmittag ein Loch in den Bauch gefragt.
Im Zusammenhang mit einem physischen Loch werden oft Verben verwendet, die dessen Entstehung oder Beseitigung beschreiben. Typisch sind „ein Loch graben“, „bohren“, „stechen“ oder „stopfen“.
Der Gärtner gräbt ein Loch für den neuen Baum.
Die übertragene Bedeutung eines finanziellen Defizits erkennen Sie an Wörtern wie „Budget“, „Haushalt“ oder „Kasse“. Das Verb „reißen“ wird oft verwendet, um das plötzliche Entstehen eines solchen Defizits zu beschreiben.
Die unerwarteten Ausgaben haben ein großes Loch in unser Budget gerissen.
Die Redewendung für eine psychische Krise lautet „in einem Loch sein“ oder „in einem Loch stecken“. Die Person, die sich schlecht fühlt, ist das Subjekt des Satzes.
Nach dem Jobverlust steckte er in einem tiefen Loch.
Wenn „Loch“ einen Ort beschreibt, ist es meist umgangssprachlich und stark abwertend gemeint. Es bezeichnet einen langweiligen, unattraktiven oder heruntergekommenen Ort.
Er nannte seine Heimatstadt immer nur „dieses gottverlassene Loch“.
In der Physik und Halbleitertechnik hat „Loch“ eine sehr spezifische, fachsprachliche Bedeutung. Es bezeichnet dort eine fehlende negative Ladung (Elektron), die wie eine positive Ladung wirkt.
In p-dotierten Halbleitern sind die Löcher die Mehrheitsladungsträger.
„Krise“ und „Loch“ können beide eine schwierige Lage beschreiben. „Krise“ klingt ernster und meint oft eine gefährliche oder instabile Situation, in der sich etwas entscheiden muss. Das kann privat, politisch oder wirtschaftlich sein. „Loch“ ist bildlicher und oft umgangssprachlich: Man kann in einem emotionalen Loch sein oder ein finanzielles Loch haben. Verwechseln kann man die Wörter, weil beide negative Phasen meinen können. „Krise“ passt eher für große oder entscheidende Probleme, „Loch“ eher für eine Lücke oder eine Phase, in der es einem schlecht geht.

Nach der Prüfung war Maria völlig erschöpft und fiel in ein tiefes Loch.
Nach dem Verlust vieler Kunden steckt die Firma in einer Krise.