tunneln
Im Sport, insbesondere im Fußball, den Ball gezielt durch die Beine eines Gegenspielers spielen.
Der Stürmer konnte den Verteidiger elegant tunneln und lief allein auf das Tor zu.

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Im Sport, insbesondere im Fußball, den Ball gezielt durch die Beine eines Gegenspielers spielen.
Der Stürmer konnte den Verteidiger elegant tunneln und lief allein auf das Tor zu.

Das Verb „tunneln“ ist direkt vom Nomen „der Tunnel“ abgeleitet. Die Handlung beschreibt also, einen Tunnel zu schaffen – entweder buchstäblich durch einen Berg oder bildlich durch die Beine einer Person.
Es ist ein riesiges Projekt, diesen Felsen zu tunneln.
Ob die sportliche oder die bautechnische Bedeutung gemeint ist, erkennt man am Akkusativobjekt. „Jemanden tunneln“ bezieht sich auf eine Person im Sport. „Etwas tunneln“ bezieht sich auf ein Hindernis wie einen Berg.
Im Training hat er seinen Mitspieler getunnelt.
Die Verwendung von „tunneln“ für das Spielen des Balls durch die Beine eines Gegners ist typischer Sportjargon, besonders im Fußball. Außerhalb des Sports wird diese Bedeutung nicht verwendet.
Die Fans jubelten, als der Stürmer den Verteidiger tunnelte.
„bohren“ und „tunneln“ können beide damit zu tun haben, dass man mit Werkzeugen oder Maschinen durch festes Material arbeitet. „bohren“ meint meistens, dass man ein Loch macht, zum Beispiel in Holz, Beton oder eine Wand. „tunneln“ meint, dass man einen Tunnel durch ein Hindernis baut, zum Beispiel durch einen Berg oder unter einem Fluss. Die Wörter können verwechselt werden, weil bei beiden Material entfernt wird. Der Unterschied ist die Größe und der Zweck: Beim Bohren entsteht ein Loch; beim Tunneln entsteht ein Weg oder Durchgang.

Für die neue Bahnstrecke tunneln die Arbeiter durch den Berg.
Vor dem Regal musste Paul zwei Löcher in die Wand bohren.