
unrein
Durch Schmutz oder andere unerwünschte Stoffe verunreinigt; nicht sauber.
Das Wasser aus dem Brunnen ist unrein und muss vor dem Trinken abgekocht werden.
unrein – unreiner – am unreinsten
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Durch Schmutz oder andere unerwünschte Stoffe verunreinigt; nicht sauber.
Das Wasser aus dem Brunnen ist unrein und muss vor dem Trinken abgekocht werden.

Bei Haut: nicht glatt und ebenmäßig, sondern mit Pickeln oder Mitessern.
In der Pubertät wurde ihre Haut unrein.

Mit anderen Stoffen vermischt und deshalb nicht von reiner Zusammensetzung.
Das unreine Gold enthält noch Silber und Kupfer.

Bei Tönen oder musikalischen Darbietungen: nicht klar klingend oder in der Tonhöhe nicht genau richtig.
Der Geiger spielte die hohen Töne unrein.

Nach den Vorschriften einer Religion nicht rein und deshalb für bestimmte religiöse Handlungen oder als Nahrung nicht zugelassen.
Im Judentum gelten Schweine als unrein.

Ein Reim, bei dem die Laute vom letzten betonten Vokal an nicht vollständig übereinstimmen.
Die Wörter „Liebe“ und „Triebe“ bilden einen reinen, „Glück“ und „Blick“ dagegen einen unreinen Reim.

Nach einer moralischen, oft religiös geprägten Vorstellung anstößig oder sündhaft, besonders in Bezug auf sexuelle Gedanken und Wünsche. Diese Verwendung ist heute meist veraltet.
Er beichtete dem Priester seine unreinen Gedanken.
| Grundform | unrein |
|---|---|
| Komparativ | unreiner |
| Superlativ | am unreinsten |
| mask. | fem. | neutr. | Plural | |
|---|---|---|---|---|
| Nom. | -e | -e | -e | -en |
| Akk. | -en | -e | -e | -en |
| Dat. | -en | -en | -en | -en |
| Gen. | -en | -en | -en | -en |
Endung anhängen an unrein.
| mask. | fem. | neutr. | Plural | |
|---|---|---|---|---|
| Nom. | -er | -e | -es | -en |
| Akk. | -en | -e | -es | -en |
| Dat. | -en | -en | -en | -en |
| Gen. | -en | -en | -en | -en |
Endung anhängen an unrein.
| mask. | fem. | neutr. | Plural | |
|---|---|---|---|---|
| Nom. | -er | -e | -es | -e |
| Akk. | -en | -e | -es | -e |
| Dat. | -em | -er | -em | -en |
| Gen. | -en | -er | -en | -er |
Endung anhängen an unrein.
„Unrein“ besteht aus der Vorsilbe „un-“ und dem Adjektiv „rein“. Die Vorsilbe „un-“ zeigt an, dass eine erwünschte Eigenschaft fehlt oder ins Gegenteil verändert ist.
Wegen der Abfälle ist das Wasser unrein geworden.
Die Bedeutung erkennt man oft am Themenbereich: Bei Wasser und Luft geht es meist um Verschmutzung, bei Haut um das Hautbild, bei Gold um die Zusammensetzung, bei Musik um die Tonhöhe und bei Religion um Vorschriften oder Glaubensvorstellungen.
Der Arzt stellte fest, dass sie unreine Haut hat.
Der Sänger sang den letzten Ton unrein.
Nach den religiösen Vorschriften gilt dieses Tier als unrein.
Für verschmutzte oder nicht hygienisch einwandfreie Stoffe stehen häufig Verbindungen wie „unreines Wasser“, „unreine Luft“ und „unreine Substanzen“. Das Adjektiv beschreibt dabei meistens etwas, das untersucht, gereinigt oder behandelt werden muss.
Die Fabrik darf kein unreines Wasser in den Fluss leiten.
Bei der Haut steht „unrein“ besonders häufig in der festen Verbindung „unreine Haut“. Typische Verben dazu sind „haben“, „bekommen“ und „unter unreiner Haut leiden“.
Mein Bruder leidet seit Jahren unter unreiner Haut.
Bei Metallen und anderen Rohstoffen wird „unrein“ oft in fachsprachlichen Verbindungen verwendet, zum Beispiel bei der Prüfung oder Verarbeitung von Gold, Silber oder Erz. Häufig beschreibt das Adjektiv dort eine Mischung, deren Zusammensetzung noch analysiert werden muss.
Der Goldschmied musste das unreine Gold zuerst einschmelzen und prüfen.
In der Musik verwendet man „unrein“ oft adverbial mit Verben wie „singen“, „spielen“ oder „intonieren“. Es beschreibt dann die Art, wie ein Ton erzeugt wird.
Der Chor intonierte den Schlussakkord etwas unrein.
Diese Bedeutung erscheint vor allem in religiösen Texten und bei der Beschreibung religiöser Vorschriften. Typische Satzmuster sind „als unrein gelten“ und „etwas für unrein halten“.
Manche Religionsgemeinschaften halten bestimmte Tiere für unrein.
„Unreiner Reim“ ist ein fester Begriff aus der Literaturwissenschaft. In einer Gedichtanalyse steht „unrein“ dabei meistens direkt vor dem Wort „Reim“.
Die Autorin verwendet im letzten Vers einen unreinen Reim.
In der moralisch oder religiös geprägten Bedeutung kommt „unrein“ besonders häufig in der Verbindung „unreine Gedanken“ vor. Diese Verbindung findet man vor allem in älteren, religiösen oder literarischen Texten.
In seinem Tagebuch schrieb der Mönch über seine unreinen Gedanken.