verhungern
Durch Mangel an Nahrung sterben.
Ohne Hilfe von außen werden die eingeschlossenen Menschen verhungern.

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Durch Mangel an Nahrung sterben.
Ohne Hilfe von außen werden die eingeschlossenen Menschen verhungern.

Die Vorsilbe „ver-“ ist untrennbar und deutet hier oft ein negatives oder fatales Ende an. Sie verstärkt das Grundverb „hungern“ (hungrig sein) zur finalen Konsequenz: durch Hunger sterben.
Die Tiere sind im harten Winter leider verhungert.
Da „verhungern“ eine Zustandsänderung (den Tod) beschreibt, wird das Perfekt immer mit dem Hilfsverb „sein“ gebildet, nicht mit „haben“.
Viele Menschen sind in der Dürreperiode verhungert.
Die umgangssprachliche Bedeutung erkennen Sie am Kontext. Wenn jemand im Alltag sagt „Ich verhungere“, ist das eine Übertreibung und bedeutet nur, dass die Person sehr großen Hunger hat und auf Essen wartet.
Können wir eine Pause machen? Ich verhungere bald!
„satt“ und „verhungern“ stehen im Bereich Essen und Hunger in einem starken Gegensatz. „Satt“ bedeutet, dass man genug gegessen hat. „Verhungern“ bedeutet wörtlich, durch zu wenig Nahrung zu sterben. Umgangssprachlich sagt man aber auch „Ich verhungere“, wenn man sehr großen Hunger hat. Der Gegensatz ist also sehr stark: „satt“ beschreibt keinen Hunger mehr, „verhungern“ beschreibt extremen Hunger oder im ernsten Sinn lebensgefährlichen Nahrungsmangel.

Können wir bald essen? Ich verhungere gleich.
Nach zwei Tellern Nudeln sind die Kinder satt.