verkommen
In einen schlechten, baufälligen oder vernachlässigten Zustand geraten. Dies bezieht sich oft auf Gebäude, Orte oder Gegenstände.
Das alte Fabrikgelände ist über die Jahre völlig verkommen.

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In einen schlechten, baufälligen oder vernachlässigten Zustand geraten. Dies bezieht sich oft auf Gebäude, Orte oder Gegenstände.
Das alte Fabrikgelände ist über die Jahre völlig verkommen.

„Verkommen“ ist ein untrennbares Verb mit der Vorsilbe „ver-“. Diese Vorsilbe deutet oft eine negative Veränderung oder einen Prozess des Verfalls an, was genau die Bedeutung des Verbs ist.
Ich kann nicht glauben, wie sehr dieses schöne Haus verkommen ist.
Das Perfekt von „verkommen“ wird immer mit „sein“ gebildet, da es eine Veränderung des Zustands beschreibt. Es heißt also „ist verkommen“, nicht „hat verkommen“.
Der Park ist in den letzten Jahren leider völlig verkommen.
Die Bedeutung erkennen Sie am Subjekt: Bezieht sich das Verb auf Orte oder Dinge, geht es um baulichen Verfall. Bezieht es sich auf Personen, ist ein moralischer oder sozialer Abstieg gemeint. Die Präposition „zu“ leitet eine negative Entwicklung ein.
Das Gebäude ist verkommen und einsturzgefährdet.
Wenn „verkommen“ auf Personen angewendet wird, hat es eine sehr starke, negative und oft abwertende Bedeutung. Es beschreibt einen tiefen moralischen, sozialen oder körperlichen Verfall.
Ohne Hilfe von Freunden wäre er auf der Straße verkommen.
In dieser Bedeutung wird „verkommen“ immer mit der Präposition „zu“ und dem Dativ verwendet. Die Struktur lautet: [Etwas] verkommt zu [etwas Negativem].
Die friedliche Demonstration ist zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung verkommen.
„verfallen“ und „verkommen“ können beide beschreiben, dass etwas oder jemand in einen schlechten Zustand gerät. Bei Gebäuden, Orten oder Gegenständen sind sie manchmal ähnlich. „verfallen“ klingt oft so, als ob Alter, Zeit oder fehlende Pflege den Zustand schlechter machen. „verkommen“ betont stärker Vernachlässigung und kann auch moralisch oder sozial negativ klingen. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide einen Abbau beschreiben. Praktisch gilt: Bei alten Häusern passt oft „verfallen“. Wenn etwas ungepflegt, heruntergekommen oder auch moralisch schlecht wird, passt eher „verkommen“.

Der kleine Park ist zu einem schmutzigen Platz verkommen.
Das alte Haus am Fluss verfällt, weil sich seit Jahren niemand darum kümmert.