runterkommen
Sich von einem höheren Ort nach unten bewegen.
Komm sofort vom Baum runter, das ist zu gefährlich!

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Sich von einem höheren Ort nach unten bewegen.
Komm sofort vom Baum runter, das ist zu gefährlich!

„Runterkommen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „runter“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen bleibt das Verb zusammen.
Bitte komm sofort vom Dach runter!
Da „runterkommen“ eine Bewegung oder eine Zustandsänderung beschreibt, wird das Perfekt immer mit dem Hilfsverb „sein“ gebildet. Eine häufige Fehlerquelle ist die Verwendung von „haben“.
Nach dem anstrengenden Tag bin ich auf dem Sofa endlich runtergekommen.
Die Vorsilbe „runter“ ist die umgangssprachliche Kurzform von „herunter“. In einem formelleren Text oder Gespräch würde man „herunterkommen“ verwenden.
Der Bergsteiger ist sicher vom Gipfel heruntergekommen.
In der Bedeutung „sich beruhigen“ wird das Verb oft mit dem Wort „wieder“ kombiniert: „wieder runterkommen“. Es beschreibt den Prozess, nach Aufregung oder Stress zur inneren Ruhe zurückzufinden.
Atme tief durch, dann kommst du schnell wieder runter.
Wenn „runterkommen“ Verfall beschreibt, bezieht es sich meist auf Gebäude, Stadtteile oder Einrichtungen. Das Verb hat hier eine klar negative und abwertende Bedeutung.
Seit der Schließung der Fabrik ist der ganze Stadtteil ziemlich runtergekommen.
„abschalten“ und „runterkommen“ können beide bedeuten, dass man ruhiger wird und sich entspannt. „abschalten“ meint vor allem, dass man geistig Abstand von Arbeit, Problemen oder Stress bekommt. „runterkommen“ ist umgangssprachlich und passt besonders, wenn jemand vorher sehr gestresst, aufgeregt oder wütend war. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide nach einem anstrengenden Moment benutzt werden. Praktisch gesagt: Man schaltet ab, um den Kopf frei zu bekommen; man kommt runter, wenn starke Anspannung langsam weniger wird.

Nach dem Streit braucht Paul etwas Zeit, um wieder runterzukommen.
Vor der Reise möchte ich noch einen Abend zu Hause abschalten.