
verschenken
Jemandem etwas als Geschenk geben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.
Sie hat ihre alten Kinderbücher an die Nachbarsfamilie verschenkt.
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Jemandem etwas als Geschenk geben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.
Sie hat ihre alten Kinderbücher an die Nachbarsfamilie verschenkt.

Im übertragenen Sinne eine gute Gelegenheit, einen Vorteil oder eine Chance ungenutzt lassen oder leichtfertig aufgeben.
Die Fußballmannschaft hat durch einen Fehler in der letzten Minute den sicheren Sieg verschenkt.
„Verschenken“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „ver-“ bleibt in allen Zeitformen und Satzkonstruktionen fest mit dem Stamm „schenken“ verbunden.
Er hat seine gesamte Plattensammlung verschenkt, als er umgezogen ist.
Die Bedeutung erkennen Sie am Objekt: Werden konkrete Dinge wie Bücher oder Möbel verschenkt, ist die wörtliche Bedeutung gemeint. Werden abstrakte Dinge wie ein Sieg, eine Chance oder Punkte verschenkt, ist die übertragene Bedeutung „ungenutzt lassen“ gemeint.
Ich habe ein paar alte Stühle zu verschenken.
Die Formulierung „zu verschenken“ wird sehr häufig in Kleinanzeigen oder auf Schildern verwendet, um anzuzeigen, dass etwas kostenlos abgegeben wird.
An der Straße stand eine Kiste mit der Aufschrift „Bücher zu verschenken“.
In der übertragenen Bedeutung wird „verschenken“ oft im Sport- oder Wettbewerbskontext verwendet. Typische Kollokationen sind „einen Sieg verschenken“, „Punkte verschenken“ oder „eine Chance verschenken“.
Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit zu viele Torchancen verschenkt.
Vergeben und verschenken können beide bedeuten, dass eine Chance ungenutzt bleibt. Vergeben bezeichnet allgemein das Verfehlen der Gelegenheit; verschenken betont stärker, dass man einen guten Vorteil leichtfertig aufgibt. Bei einem vermeidbaren Fehler wirkt verschenken deshalb kritischer.

Durch einen unnötigen Fehlpass verschenkt die Mannschaft ihre klare Chance auf den Sieg.
Mit dem Schuss neben das Tor vergibt die Mannschaft ihre letzte Chance auf den Sieg.