verschwommen
Nicht klar oder scharf zu erkennen; unscharf oder nebelig. Bezieht sich oft auf Bilder, Schrift oder die Sehkraft.
Ohne meine Brille sehe ich alles nur verschwommen.

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Nicht klar oder scharf zu erkennen; unscharf oder nebelig. Bezieht sich oft auf Bilder, Schrift oder die Sehkraft.
Ohne meine Brille sehe ich alles nur verschwommen.

„Verschwommen“ ist das Partizip II des Verbs „verschwimmen“. Dieses Verb beschreibt, wie Konturen oder Farben ineinanderfließen, als würden sie „schwimmen“. Diese Vorstellung hilft, die Bedeutung „unscharf“ zu verstehen.
Die Lichter der Stadt verschwammen in der Ferne zu einem einzigen Leuchten.
Die wörtliche Bedeutung „unscharf“ wird für Dinge verwendet, die man sieht (z.B. Foto, Schrift). Die übertragene Bedeutung „vage“ oder „unklar“ wird für abstrakte Konzepte wie Erinnerungen, Ideen oder Gefühle genutzt.
Das Foto ist leider etwas verschwommen.
In seiner wörtlichen Bedeutung wird „verschwommen“ oft mit Nomen wie „Bild“, „Foto“ oder „Schrift“ kombiniert. Auch die Verbindung mit dem Verb „sehen“ ist sehr häufig.
Die Schrift auf dem alten Dokument war ganz verschwommen.
In der übertragenen Bedeutung beschreibt „verschwommen“ unklare oder ungenaue geistige Konzepte. Typische Verbindungen sind „eine verschwommene Erinnerung“, „eine verschwommene Vorstellung“ oder „eine verschwommene Ahnung“.
Er hatte nur noch eine verschwommene Vorstellung davon, wie das Haus früher aussah.
„klar“ und „verschwommen“ sind Gegensätze, wenn etwas gut oder schlecht erkennbar ist. Ein Bild, eine Schrift oder ein Blick kann klar sein, wenn man alles deutlich sieht. „verschwommen“ bedeutet dann, dass die Formen unscharf sind. Auch bei Gedanken oder Erinnerungen gibt es diesen Gegensatz: Eine klare Idee ist genau und verständlich, eine verschwommene Idee bleibt ungenau und schwer zu fassen.

Auf dem alten Foto sind die Gesichter nur verschwommen zu erkennen.
Mit der neuen Brille sehe ich die Schrift wieder klar.