
vorübergehen
Enden oder aufhören; nach einer gewissen Zeit nicht mehr bestehen.
Die Schmerzen werden bald vorübergehen.
vorübergehen – ging vorüber – ist vorübergegangen
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Enden oder aufhören; nach einer gewissen Zeit nicht mehr bestehen.
Die Schmerzen werden bald vorübergehen.

An einer Person, einem Ort oder einer Sache vorbeigehen.
Sie ging an unserem Haus vorüber, ohne stehen zu bleiben.

Von einer Zeitspanne: verstreichen oder vergehen.
Drei Wochen gingen vorüber, ohne dass eine Antwort kam.

Von jemandem nicht wahrgenommen werden oder keinen Einfluss auf diese Person haben.
Die politischen Veränderungen gingen völlig an ihm vorüber, weil er sich für Nachrichten nicht interessierte.
| ich | gehe vorüber |
|---|---|
| du | gehst vorüber |
| er/sie/es | geht vorüber |
| wir | gehen vorüber |
| ihr | geht vorüber |
| sie | gehen vorüber |
| ich | ging vorüber |
|---|---|
| du | gingst vorüber |
| er/sie/es | ging vorüber |
| wir | gingen vorüber |
| ihr | gingt vorüber |
| sie | gingen vorüber |
| ich | bin vorübergegangen |
|---|---|
| du | bist vorübergegangen |
| er/sie/es | ist vorübergegangen |
| wir | sind vorübergegangen |
| ihr | seid vorübergegangen |
| sie | sind vorübergegangen |
| du | geh vorüber! gehe vorüber! |
|---|---|
| ihr | geht vorüber! |
| Sie | gehen Sie vorüber! |
| ich | war vorübergegangen |
|---|---|
| du | warst vorübergegangen |
| er/sie/es | war vorübergegangen |
| wir | waren vorübergegangen |
| ihr | wart vorübergegangen |
| sie | waren vorübergegangen |
| ich | werde vorübergehen |
|---|---|
| du | wirst vorübergehen |
| er/sie/es | wird vorübergehen |
| wir | werden vorübergehen |
| ihr | werdet vorübergehen |
| sie | werden vorübergehen |
| ich | gehe vorüber |
|---|---|
| du | gehest vorüber |
| er/sie/es | gehe vorüber |
| wir | gehen vorüber |
| ihr | gehet vorüber |
| sie | gehen vorüber |
Für die indirekte Rede.
| ich | ginge vorüber |
|---|---|
| du | gingest vorüber |
| er/sie/es | ginge vorüber |
| wir | gingen vorüber |
| ihr | ginget vorüber |
| sie | gingen vorüber |
Für Wünsche und „würde“.
| Infinitiv | vorübergehen |
|---|---|
| mit zu | vorüberzugehen |
| Partizip I | vorübergehend |
| Partizip II | vorübergegangen |
„Vorübergehen“ besteht aus „vorüber“ und „gehen“ und ist trennbar. Im einfachen Hauptsatz steht „vorüber“ am Satzende; im Nebensatz mit dem Verb am Ende bleibt das Wort zusammen. Beim Infinitiv mit „zu“ steht „zu“ zwischen den beiden Teilen.
Auch diese schwierige Zeit geht vorüber.
Ich bin sicher, dass diese schwierige Zeit vorübergeht.
Die schwierige Zeit scheint endlich vorüberzugehen.
„Vorübergehen“ bildet das Perfekt in allen diesen Bedeutungen mit „sein“. Das gilt auch dann, wenn es um Zeit oder Ereignisse und nicht um eine körperliche Bewegung geht.
Seit unserem letzten Treffen sind mehrere Monate vorübergegangen.
Bei Beschwerden oder schwierigen Situationen verbindet man „vorübergehen“ häufig mit „bald“, „von selbst“ oder „hoffentlich“. Mit „von selbst“ drückt man aus, dass keine Hilfe oder Behandlung nötig ist.
Die leichte Übelkeit ist zum Glück von selbst vorübergegangen.
Die Person oder der Ort am Weg wird mit „an“ und Dativ angeschlossen. Obwohl eine Bewegung beschrieben wird, steht diese Ergänzung im Dativ.
Ein Mann ging langsam an der Haltestelle vorüber.
In dieser Bedeutung steht die Zeitspanne selbst als Subjekt. Häufige Verbindungen sind „schnell vorübergehen“, „langsam vorübergehen“ und „wie im Flug vorübergehen“; die letzte Wendung betont, wie schnell die Zeit gefühlt vergangen ist.
Die beiden Urlaubstage gingen wie im Flug vorüber.
Steht ein Ereignis oder eine Entwicklung als Subjekt, ist „an jemandem vorübergehen“ meist übertragen gemeint; die Person steht nach „an“ im Dativ. Achte besonders auf die Verneinung: „nicht spurlos an jemandem vorübergehen“ betont, dass etwas Folgen für die Person hat.
Die lange Krankheit ist nicht spurlos an ihr vorübergegangen.