sich wandeln
Sich verändern oder transformieren; eine neue Form, einen neuen Zustand oder Charakter annehmen.
Die Arbeitswelt hat sich in den letzten zwanzig Jahren stark gewandelt.

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Sich verändern oder transformieren; eine neue Form, einen neuen Zustand oder Charakter annehmen.
Die Arbeitswelt hat sich in den letzten zwanzig Jahren stark gewandelt.

„Wandeln“ ist eng mit dem Nomen „der Wandel“ (die Veränderung) und dem Verb „verwandeln“ (etwas aktiv verändern) verwandt. Alle Wörter haben mit Veränderung oder Bewegung zu tun.
Der Wandel der Jahreszeiten ist faszinierend.
Die beiden Hauptbedeutungen lassen sich grammatikalisch klar unterscheiden: „sich wandeln“ ist immer reflexiv und bedeutet „sich verändern“. „Wandeln“ ohne „sich“ bedeutet „gehen“.
Die Mode hat sich über die Jahre stark gewandelt.
In der Bedeutung „gehen“ ist „wandeln“ sehr gehoben und poetisch. Man verwendet es nicht für alltägliche Gänge, sondern um eine langsame, fast feierliche Bewegung zu beschreiben.
Die Geister sollen um Mitternacht durch das alte Schloss wandeln.
Der Ausdruck „auf jemandes Spuren wandeln“ ist eine feste Wendung. Die Person, der man nacheifert, steht dabei im Genitiv („Marias Spuren“) oder wird mit „von“ eingeleitet („den Spuren von Maria“).
Mit ihrem ersten Roman wandelt sie auf den Spuren großer Schriftstellerinnen.
„gehen“ und „wandeln“ können beide eine Bewegung zu Fuß beschreiben. „gehen“ ist das normale Wort für Alltagssituationen. „Wandeln“ ist dagegen gehoben oder poetisch und beschreibt eher ein langsames, ruhiges Gehen. In normalen Gesprächen klingt „wandeln“ oft zu feierlich oder altmodisch. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide körperliche Bewegung meinen. Als einfache Orientierung gilt: Für den Alltag nimmt man „gehen“; „wandeln“ passt eher in literarischen Texten oder wenn die Bewegung besonders ruhig und schön klingen soll.

Im alten Schlossgarten wandeln die Besucher langsam zwischen den hohen Bäumen.
Am Sonntag gehen wir mit den Kindern durch den Park.