wegnehmen
Jemandem etwas entziehen oder abnehmen, oft gegen dessen Willen.
Der Lehrer hat dem Schüler das Handy weggenommen.

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Jemandem etwas entziehen oder abnehmen, oft gegen dessen Willen.
Der Lehrer hat dem Schüler das Handy weggenommen.

„Wegnehmen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „weg-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Nimm bitte deine Füße vom Tisch weg!
Die Vorsilbe „weg-“ bedeutet immer eine Entfernung oder ein Entfernen. Sie zeigt an, dass etwas von einem Ort, einer Person oder aus einer Situation verschwindet.
Der Wind nahm ihm den Hut vom Kopf weg.
Wenn man jemandem etwas wegnimmt, steht die Person, der etwas genommen wird, immer im Dativ. Das weggenommene Objekt steht im Akkusativ.
Die Mutter nimmt dem Kind das Spielzeug weg.
„Wegnehmen“ kann auch abstrakt verwendet werden. Typische Verbindungen sind „Platz wegnehmen“, „Zeit wegnehmen“ oder „die Sicht wegnehmen“.
Der große Schrank nimmt dem Zimmer viel Licht weg.
„kosten“ und „wegnehmen“ können beide beschreiben, dass etwas Zeit oder Raum beansprucht. „kosten“ sagt eher neutral, dass man Zeit, Kraft oder Mühe für etwas braucht. „wegnehmen“ betont stärker, dass dadurch weniger Zeit oder Platz für anderes bleibt. Man kann sagen: Eine Aufgabe kostet zwei Stunden. Wenn diese zwei Stunden fehlen, kann man sagen: Die Aufgabe nimmt mir den ganzen Nachmittag weg. „kosten“ beschreibt also den Aufwand, „wegnehmen“ eher den Verlust oder die Einschränkung.

Zu Hause nimmt mir das Aufräumen oft den ganzen Abend weg.
Der Weg zur neuen Schule kostet mich jeden Morgen fast eine Stunde.