weilen
Sich für eine bestimmte Zeit an einem Ort aufhalten oder dort verbleiben. Das Wort wird meist in gehobener oder poetischer Sprache verwendet.
Der König weilte für drei Tage in der Stadt.

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Sich für eine bestimmte Zeit an einem Ort aufhalten oder dort verbleiben. Das Wort wird meist in gehobener oder poetischer Sprache verwendet.
Der König weilte für drei Tage in der Stadt.

Das Verb „weilen“ ist eng mit dem Nomen „die Weile“ (eine unbestimmte Zeitspanne) verwandt. „Weilen“ bedeutet also wörtlich, eine Weile an einem Ort zu verbringen.
Er weilte eine ganze Weile am Fenster und blickte hinaus.
„Weilen“ ist ein gehobenes, fast poetisches Wort. In der normalen Alltagssprache wird es nicht verwendet. Es passt zu formellen Anlässen oder literarischen Texten.
Der Dichter weilte oft an diesem See, um Inspiration zu finden.
Die Formulierung „nicht mehr unter uns weilen“ ist eine sehr formelle und indirekte Umschreibung für den Tod einer Person. Sie wird oft in Nachrufen oder Gedenkreden benutzt.
Der geschätzte Kollege weilt seit letztem Jahr nicht mehr unter uns.
„bleiben“ und „weilen“ können beide bedeuten, dass jemand für eine Zeit an einem Ort ist. Der wichtigste Unterschied ist der Stil. „bleiben“ ist das normale Wort im Alltag und passt fast immer. „weilen“ klingt gehoben, feierlich oder poetisch und wird in normalen Gesprächen selten benutzt. Wenn du einfach sagen willst, dass jemand nicht weggeht oder an einem Ort ist, ist „bleiben“ natürlicher. „weilen“ passt eher in schriftlichen Texten, Reden oder bewusst schöner Sprache.

Während seiner Reise weilt der Autor einige Tage in Wien.
Mein Nachbar bleibt heute zu Hause, weil er krank ist.