
weilen
Sich für eine bestimmte Zeit an einem Ort aufhalten oder dort verbleiben. Das Wort wird meist in gehobener oder poetischer Sprache verwendet.
Der König weilte für drei Tage in der Stadt.
weilen – weilte – hat geweilt
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Sich für eine bestimmte Zeit an einem Ort aufhalten oder dort verbleiben. Das Wort wird meist in gehobener oder poetischer Sprache verwendet.
Der König weilte für drei Tage in der Stadt.

Eine euphemistische, formelle Umschreibung dafür, dass jemand gestorben ist.
Leider weilt der berühmte Autor schon seit einigen Jahren nicht mehr unter uns.
| ich | weile |
|---|---|
| du | weilst |
| er/sie/es | weilt |
| wir | weilen |
| ihr | weilt |
| sie | weilen |
| ich | weilte |
|---|---|
| du | weiltest |
| er/sie/es | weilte |
| wir | weilten |
| ihr | weiltet |
| sie | weilten |
| ich | habe geweilt |
|---|---|
| du | hast geweilt |
| er/sie/es | hat geweilt |
| wir | haben geweilt |
| ihr | habt geweilt |
| sie | haben geweilt |
| du | weil! weile! |
|---|---|
| ihr | weilt! |
| Sie | weilen Sie! |
| ich | hatte geweilt |
|---|---|
| du | hattest geweilt |
| er/sie/es | hatte geweilt |
| wir | hatten geweilt |
| ihr | hattet geweilt |
| sie | hatten geweilt |
| ich | werde weilen |
|---|---|
| du | wirst weilen |
| er/sie/es | wird weilen |
| wir | werden weilen |
| ihr | werdet weilen |
| sie | werden weilen |
| ich | weile |
|---|---|
| du | weilest |
| er/sie/es | weile |
| wir | weilen |
| ihr | weilet |
| sie | weilen |
Für die indirekte Rede.
| ich | weilte |
|---|---|
| du | weiltest |
| er/sie/es | weilte |
| wir | weilten |
| ihr | weiltet |
| sie | weilten |
Für Wünsche und „würde“.
| Infinitiv | weilen |
|---|---|
| mit zu | zu weilen |
| Partizip I | weilend |
| Partizip II | geweilt |
Das Verb „weilen“ ist eng mit dem Nomen „die Weile“ (eine unbestimmte Zeitspanne) verwandt. „Weilen“ bedeutet also wörtlich, eine Weile an einem Ort zu verbringen.
Er weilte eine ganze Weile am Fenster und blickte hinaus.
„Weilen“ ist ein gehobenes, fast poetisches Wort. In der normalen Alltagssprache wird es nicht verwendet. Es passt zu formellen Anlässen oder literarischen Texten.
Der Dichter weilte oft an diesem See, um Inspiration zu finden.
Die Formulierung „nicht mehr unter uns weilen“ ist eine sehr formelle und indirekte Umschreibung für den Tod einer Person. Sie wird oft in Nachrufen oder Gedenkreden benutzt.
Der geschätzte Kollege weilt seit letztem Jahr nicht mehr unter uns.
Bleiben und weilen können beide einen Aufenthalt an einem Ort ausdrücken. Bleiben hebt neutral hervor, dass jemand nicht weggeht. Weilen bezeichnet einen zeitweiligen Aufenthalt und klingt dabei gehoben oder poetisch, weshalb es eher in formellen oder literarischen Texten passt.

Während ihrer Reise weilt die Ministerin drei Tage in Bonn.
Während ihrer Reise bleibt die Ministerin drei Tage in Bonn.