jemandem den Weg weisen
Jemandem zeigen oder erklären, in welche Richtung er gehen muss, um an ein Ziel zu gelangen.
Können Sie mir bitte den Weg zum Bahnhof weisen?

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Jemandem zeigen oder erklären, in welche Richtung er gehen muss, um an ein Ziel zu gelangen.
Können Sie mir bitte den Weg zum Bahnhof weisen?

Das Verb „weisen“ allein ist heute selten und gehört einem sehr formellen oder literarischen Stil an. Im Alltag wird es fast ausschließlich in festen Redewendungen verwendet.
Ein Schild wies den Weg zum Ausgang.
Die Grundbedeutung von „weisen“ ist „zeigen“ oder „richten“. Man erkennt sie in vielen wichtigen Verben wie „hinweisen“ (to point out), „beweisen“ (to prove), „anweisen“ (to instruct) und „verweisen“ (to refer).
Ich möchte Sie auf einen wichtigen Punkt hinweisen.
In der Wendung „jemandem den Weg weisen“ steht die Person, der geholfen wird, immer im Dativ. Das Objekt, das gezeigt wird (der Weg), steht im Akkusativ.
Ein freundlicher Passant wies uns den Weg zum Museum.
Die Wendung „jemanden aus einem Ort weisen“ drückt eine autoritäre Aufforderung zum Gehen aus. Der Ort steht dabei mit der Präposition „aus“ im Dativ.
Der Wirt wies den betrunkenen Gast aus der Bar.
Der Ausdruck „etwas von sich weisen“ wird benutzt, um Anschuldigungen oder Verantwortung entschieden abzulehnen. Der Teil „von sich“ ist dabei ein fester Bestandteil der Wendung.
Die Politikerin wies die Kritik entschieden von sich.
„Jemanden in die Schranken weisen“ ist ein Idiom und bedeutet, jemandem seine Grenzen aufzuzeigen. „In die Schranken“ ist ein fester Teil dieser Redewendung und kann nicht verändert werden.
Als er unhöflich wurde, hat sie ihn sofort in die Schranken gewiesen.
„zeigen“ und „weisen“ können beide mit einer Richtung oder einem Hinweis zu tun haben. „zeigen“ ist das normale Alltagswort: Man zeigt auf eine Tür, eine Karte oder einen Weg. „weisen“ ist viel spezieller und klingt oft formell oder gehoben. Häufig sagt man „jemandem den Weg weisen“. Die Wörter können verwechselt werden, weil beide bedeuten können, dass jemand erkennt, wohin er gehen soll. Praktisch gilt: Im normalen Gespräch ist „zeigen“ fast immer natürlicher. „weisen“ passt vor allem in festen Wendungen oder in formeller Sprache.

Der Mitarbeiter weist den Besuchern den Weg zum Konferenzraum.
Im Krankenhaus hat mir eine Pflegerin den Weg zur Anmeldung gezeigt.