werden
Dient als Hilfsverb zur Bildung der Zukunftsform (Futur I).
Ich werde dich morgen anrufen.

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Dient als Hilfsverb zur Bildung der Zukunftsform (Futur I).
Ich werde dich morgen anrufen.

„Werden“ als Vollverb bedeutet eine Veränderung und entspricht dem englischen „to become“. Verwechsle es nicht mit „bekommen“, was „to get“ oder „to receive“ bedeutet. Dieser Fehler ist sehr häufig.
Im Herbst werden die Blätter bunt.
Zur Bildung der Zukunft (Futur I) wird die konjugierte Form von „werden“ mit dem Infinitiv eines anderen Verbs kombiniert. Das konjugierte „werden“ steht an Position 2 im Hauptsatz, der Infinitiv am Satzende.
Nächstes Jahr werde ich nach Spanien reisen.
Das Passiv wird mit der konjugierten Form von „werden“ und dem Partizip II gebildet. „Werden“ steht an Position 2 im Hauptsatz, das Partizip II am Ende.
Das Paket wird morgen geliefert.
Wenn „werden“ als Vollverb eine Veränderung beschreibt, folgt meist ein Adjektiv oder ein Nomen im Nominativ. Es beschreibt den neuen Zustand oder die neue Identität.
Es wird langsam dunkel.
Die Form „würde“ (Konjunktiv II von „werden“) wird zusammen mit einem Infinitiv verwendet, um eine höfliche, hypothetische oder irreale Aussage zu bilden. „Würde“ steht an Position 2, der Infinitiv am Ende.
Ich würde dir gerne helfen, aber ich habe keine Zeit.
„sein“ und „werden“ können beide einen Zustand oder eine Eigenschaft beschreiben. Der wichtige Unterschied ist: „sein“ beschreibt, wie etwas jetzt ist. „werden“ beschreibt eine Veränderung zu einem neuen Zustand. Sie sind deshalb oft Gegensätze: Wenn jemand krank ist, beschreibt das den aktuellen Zustand; wenn jemand krank wird, beginnt dieser Zustand erst. Lernende verwechseln die Wörter leicht, weil beide mit Adjektiven stehen können, zum Beispiel „müde sein“ und „müde werden“. Als einfache Orientierung gilt: „sein“ für den Zustand, „werden“ für die Veränderung.

Beim Warten auf den Bus wird sie langsam ungeduldig.
Nach der langen Reise ist Tara sehr müde.