kriegen
Umgangssprachlich für 'bekommen'; etwas erhalten oder erlangen.
Was kriegst du zum Geburtstag?

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Umgangssprachlich für 'bekommen'; etwas erhalten oder erlangen.
Was kriegst du zum Geburtstag?

„Kriegen“ ist ein sehr häufiges Verb in der gesprochenen Sprache und in informellen Texten wie Chats. In formellen, offiziellen oder schriftlichen Kontexten wird es meist vermieden.
Ich muss noch schnell was zu essen kriegen.
Ähnlich wie „bekommen“ kann „kriegen“ mit einem Partizip II eine passiv-ähnliche Konstruktion bilden. Diese betont, dass das Subjekt etwas empfängt oder eine Handlung an ihm vollzogen wird.
Du kriegst das Fahrrad zum Geburtstag geschenkt.
Um den Beginn einer Krankheit oder eines Gefühls auszudrücken, wird „kriegen“ oft mit Nomen wie „eine Erkältung“, „Fieber“, „Kopfschmerzen“, „Angst“ oder „Hunger“ kombiniert.
Wenn ich zu wenig schlafe, kriege ich schnell Kopfschmerzen.
Die Struktur „Objekt + Adjektiv/Adverb + kriegen“ bedeutet, dass man es schafft, etwas in einen bestimmten Zustand zu bringen. Das Adjektiv oder Adverb steht dabei am Satzende.
Ich kriege das Glas einfach nicht sauber.
Die Redewendung „die Kurve kriegen“ bedeutet, eine schwierige Situation gerade noch zu meistern oder ein Problem erfolgreich zu lösen, obwohl es zuerst nicht gut aussah.
Er hat in der Prüfung gerade noch so die Kurve gekriegt.
Die reflexive Form „sich kriegen“ oder „sich wieder kriegen“ bedeutet, sich nach einem starken Gefühl wie Lachen, Weinen oder Wut wieder zu beruhigen und die Kontrolle zurückzugewinnen.
Der Witz war so gut, ich konnte mich vor Lachen kaum wieder kriegen.
„geben“ und „kriegen“ beschreiben oft dieselbe Situation aus zwei verschiedenen Richtungen. Wer etwas „gibt“, überreicht es oder schenkt es. Wer etwas „kriegt“, erhält es. Sie sind deshalb ein Gegensatz: Die eine Person gibt, die andere kriegt. „kriegen“ ist außerdem umgangssprachlich; in neutraler oder formeller Sprache sagt man oft „bekommen“ oder „erhalten“. Verwechseln kann man die Wörter, wenn man nicht auf die Richtung achtet: Geht etwas von mir weg, passt „geben“. Kommt etwas zu mir, passt „kriegen“.

Ich habe nach dem Kurs eine Nachricht von der Lehrerin gekriegt.
Mehmet gibt seiner Schwester den Schlüssel, bevor er zur Arbeit fährt.