In der Wirtschaft der Prozess, bei dem ein Unternehmen durch seine Tätigkeit den Wert von Gütern oder Dienstleistungen erhöht. Es ist die Differenz zwischen dem Verkaufswert eines Produkts und den Kosten für die eingekauften Vorleistungen.
beispiel
Die Automobilindustrie hat eine hohe Wertschöpfung für die deutsche Wirtschaft.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort besteht aus „Wert“ und „Schöpfung“ (von „schaffen“/„erschaffen“). Es beschreibt also wörtlich die „Erschaffung von Wert“.
BEISPIEL
Durch die Verarbeitung von Rohstoffen zu Produkten entsteht Wertschöpfung.
Register: Fachsprache
„Wertschöpfung“ ist ein zentraler Begriff aus der Wirtschaft und wird hauptsächlich in ökonomischen, unternehmerischen oder politischen Kontexten verwendet.
BEISPIEL
In der Vorlesung über Betriebswirtschaft haben wir die Wertschöpfung analysiert.
Typische Verbindungen
Häufige Verben mit diesem Nomen sind „Wertschöpfung steigern“, „erhöhen“ oder „generieren“. Ein sehr typisches Kompositum ist „die Wertschöpfungskette“.
BEISPIEL
Das Unternehmen will seine Wertschöpfung im nächsten Jahr steigern.
Vergleichen mit
confusable
Wertschöpfung vs Gewinn
„der Gewinn“ und „die Wertschöpfung“ gehören beide zur Sprache der Wirtschaft, meinen aber nicht dasselbe. „der Gewinn“ ist das Geld, das nach Abzug aller Kosten übrig bleibt. „die Wertschöpfung“ beschreibt, wie ein Unternehmen durch Arbeit, Herstellung oder Service den Wert eines Produkts oder einer Leistung erhöht. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide mit Geld und wirtschaftlichem Erfolg zu tun haben. Wenn du sagen willst, was am Ende übrig bleibt, passt „Gewinn“. Wenn du erklären willst, wo und wie neuer Wert entsteht, passt „Wertschöpfung“.
Wertschöpfung
Durch die Produktion in der Region bleibt mehr Wertschöpfung vor Ort.
Gewinn
Nach Abzug der Miete und der Löhne blieb dem kleinen Laden kaum Gewinn.