Der Zustand, in dem eine Person oder ein Unternehmen nicht mehr in der Lage ist, die fälligen finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Dies wird auch als Insolvenz bezeichnet.
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Nach monatelangen Verlusten musste das Unternehmen Zahlungsunfähigkeit anmelden.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort besteht aus drei Teilen: „Zahlung“ (payment), dem Fugenelement „-s-“ und „Unfähigkeit“ (inability). Es beschreibt also wörtlich die Unfähigkeit zur Zahlung.
BEISPIEL
Die Zahlungsunfähigkeit des Hauptkunden hat auch uns in Schwierigkeiten gebracht.
Typische Verbindungen
Dieses Wort wird oft mit bestimmten Verben verwendet. Ein Unternehmen kann „Zahlungsunfähigkeit anmelden“, „in die Zahlungsunfähigkeit geraten“ oder es „droht die Zahlungsunfähigkeit“.
BEISPIEL
Der Firma droht die Zahlungsunfähigkeit, wenn kein neuer Investor gefunden wird.
Register: Fachsprache
„Zahlungsunfähigkeit“ ist ein formeller Begriff aus der Wirtschafts- und Rechtssprache. Im Alltag würde man eher sagen, dass jemand „pleite ist“ oder „kein Geld mehr hat“.
BEISPIEL
Im Geschäftsbericht wurde die drohende Zahlungsunfähigkeit erwähnt.
Satzbau mit "wegen"
Um den Grund für etwas anzugeben, wird „Zahlungsunfähigkeit“ oft mit der Präposition „wegen“ und dem Genitiv verwendet.
BEISPIEL
Wegen Zahlungsunfähigkeit musste das Geschäft nach nur einem Jahr schließen.
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Zahlungsunfähigkeit vs Pleite
„die Pleite“ und „die Zahlungsunfähigkeit“ beschreiben beide, dass jemand oder ein Unternehmen seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann. „Zahlungsunfähigkeit“ ist genauer und sachlicher. Man benutzt es besonders in offiziellen, wirtschaftlichen oder rechtlichen Zusammenhängen. „Pleite“ ist die umgangssprachliche Form und klingt im Alltag natürlicher. Wenn Freunde über ein Geschäft sprechen, sagen sie eher „Pleite“. In einem Brief, Bericht oder Verfahren passt „Zahlungsunfähigkeit“ besser.
Zahlungsunfähigkeit
Die Firma meldete ihre Zahlungsunfähigkeit beim zuständigen Gericht.
Pleite
Nach mehreren Monaten ohne Kunden war die Pleite des Cafés nicht mehr zu verhindern.