zerfallen
In seine Einzelteile auseinanderfallen oder durch Verfall und Alterung langsam kaputtgehen. Dies betrifft oft Gebäude, Materialien oder organische Stoffe.
Die alte Burg ist über die Jahrhunderte langsam zerfallen.

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In seine Einzelteile auseinanderfallen oder durch Verfall und Alterung langsam kaputtgehen. Dies betrifft oft Gebäude, Materialien oder organische Stoffe.
Die alte Burg ist über die Jahrhunderte langsam zerfallen.

„Zerfallen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „zer-“ bedeutet oft, dass etwas kaputtgeht, sich auflöst oder in Stücke bricht. In Kombination mit „fallen“ entsteht die wörtliche Bedeutung „auseinander fallen“.
Das alte Manuskript ist bei der Berührung fast zerfallen.
Da „zerfallen“ eine Zustandsänderung beschreibt, wird das Perfekt immer mit dem Hilfsverb „sein“ gebildet. Eine häufige Fehlerquelle ist die Verwendung von „haben“.
Das Römische Reich ist vor langer Zeit zerfallen.
Um zu beschreiben, worin etwas zerfällt, wird die Präposition „in“ mit dem Akkusativ verwendet. Typische Formulierungen sind „in Staub zerfallen“ oder „in seine Einzelteile zerfallen“.
Nach dem Brand ist das Holzgebäude zu Asche zerfallen.
In der übertragenen Bedeutung wird „zerfallen“ für abstrakte Strukturen wie ein „Reich“, eine „Allianz“, eine „Regierung“ oder eine „Familie“ verwendet, um deren Auflösung zu beschreiben.
Nach dem Streit ist die Freundschaft der beiden zerfallen.
Die Bedeutung des radioaktiven Zerfalls ist fast ausschließlich auf die Fachsprache der Physik und Chemie beschränkt. Signalwörter sind hier „Atomkern“, „Isotop“ oder „Halbwertszeit“.
Wissenschaftler beobachten, wie der Atomkern zerfällt.
„brechen“ und „zerfallen“ können beide beschreiben, dass etwas nicht mehr ganz bleibt und auseinandergeht. „brechen“ passt eher, wenn etwas an einer Stelle plötzlich auseinandergeht oder in Teile geht, zum Beispiel durch Druck oder Bewegung. „zerfallen“ benutzt man eher, wenn etwas langsam kaputtgeht und in einzelne Teile auseinanderfällt, oft durch Alter, Feuchtigkeit oder Verfall. Man kann die Wörter verwechseln, weil am Ende in beiden Fällen Teile entstehen. Als Orientierung: „brechen“ klingt plötzlicher, „zerfallen“ klingt langsamer und stärker nach Verfall.

Das leere Haus zerfällt seit Jahren, weil sich niemand darum kümmert.
Bei starkem Wind brach ein Ast vom alten Baum.