
zuneigen
Eine bestimmte Ansicht, Haltung oder Möglichkeit eher für richtig halten oder bevorzugen.
Ich neige der Ansicht zu, dass wir noch warten sollten.
zuneigen – neigte zu – hat zugeneigt
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Eine bestimmte Ansicht, Haltung oder Möglichkeit eher für richtig halten oder bevorzugen.
Ich neige der Ansicht zu, dass wir noch warten sollten.

Sympathie oder Zuneigung für jemanden empfinden. Diese Verwendung ist gehoben.
Sie war ihm von Herzen zugeneigt.

Den Kopf oder Oberkörper in Richtung einer Person oder Sache neigen; sich in deren Richtung beugen.
Sie neigte ihrem Gesprächspartner den Kopf zu, um ihn besser zu verstehen.

Allmählich zu Ende gehen.
Der Sommer neigt sich dem Ende zu.
| ich | neige zu |
|---|---|
| du | neigst zu |
| er/sie/es | neigt zu |
| wir | neigen zu |
| ihr | neigt zu |
| sie | neigen zu |
| ich | neigte zu |
|---|---|
| du | neigtest zu |
| er/sie/es | neigte zu |
| wir | neigten zu |
| ihr | neigtet zu |
| sie | neigten zu |
| ich | habe zugeneigt |
|---|---|
| du | hast zugeneigt |
| er/sie/es | hat zugeneigt |
| wir | haben zugeneigt |
| ihr | habt zugeneigt |
| sie | haben zugeneigt |
| du | neig zu! neige zu! |
|---|---|
| ihr | neigt zu! |
| Sie | neigen Sie zu! |
| ich | hatte zugeneigt |
|---|---|
| du | hattest zugeneigt |
| er/sie/es | hatte zugeneigt |
| wir | hatten zugeneigt |
| ihr | hattet zugeneigt |
| sie | hatten zugeneigt |
| ich | werde zuneigen |
|---|---|
| du | wirst zuneigen |
| er/sie/es | wird zuneigen |
| wir | werden zuneigen |
| ihr | werdet zuneigen |
| sie | werden zuneigen |
| ich | neige zu |
|---|---|
| du | neigest zu |
| er/sie/es | neige zu |
| wir | neigen zu |
| ihr | neiget zu |
| sie | neigen zu |
Für die indirekte Rede.
| ich | neigte zu |
|---|---|
| du | neigtest zu |
| er/sie/es | neigte zu |
| wir | neigten zu |
| ihr | neigtet zu |
| sie | neigten zu |
Für Wünsche und „würde“.
| Infinitiv | zuneigen |
|---|---|
| mit zu | zuzuneigen |
| Partizip I | zuneigend |
| Partizip II | zugeneigt |
„Zuneigen“ ist ein trennbares Verb aus „zu“ und „neigen“. Im Hauptsatz steht „zu“ am Satzende, im Nebensatz bleibt „zuneigen“ zusammen; mit „zu“ heißt die Form „zuzuneigen“.
Er neigt dieser Erklärung eher zu.
Sie weiß, welcher Meinung er zuneigt.
Es fällt schwer, dieser Ansicht zuzuneigen.
Die Person, Ansicht oder Sache, auf die sich „zuneigen“ richtet, steht häufig im Dativ. Das gilt auch für feste Wendungen wie „sich dem Ende zuneigen“.
Sie neigt einer vorsichtigen Lösung zu.
Die Sonnenblumen neigen sich der Sonne zu.
Als die Feier sich dem Ende zuneigte, gingen die ersten Gäste nach Hause.
Bei einer Ansicht oder Haltung steht „zuneigen“ häufig mit Wörtern wie „Ansicht“, „Meinung“, „Auffassung“ oder „Überzeugung“. Die Verbindung bezeichnet eine innere Tendenz, ohne dass die Person ihre Position unbedingt endgültig festlegt.
Nach langer Diskussion neigte er der Auffassung zu, dass ein Kompromiss nötig sei.
Die Verwendung für persönliche Zuneigung gehört zum gehobenen oder literarischen Sprachstil. Besonders häufig erscheint sie in der festen Verbindung „jemandem zugeneigt sein“.
Die alte Dame war dem jungen Nachbarn stets zugeneigt.
„Sich dem Ende zuneigen“ wird häufig für Zeitabschnitte, Veranstaltungen oder Entwicklungen verwendet. Das Subjekt ist dabei das, was allmählich zu Ende geht.
Die Konferenz neigt sich langsam dem Ende zu.