Eine Person, die gegen ihren Willen und oft unter Androhung von Gewalt oder anderen Strafen zur Arbeit gezwungen wird.
beispiel
Während des Nationalsozialismus wurden Millionen von Menschen als Zwangsarbeiter in der deutschen Industrie eingesetzt.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort setzt sich aus „Zwang“ und „Arbeiter“ zusammen. „Zwang“ bedeutet Druck oder Gewalt. Ein Zwangsarbeiter ist also wörtlich ein Arbeiter, der zur Arbeit gezwungen wird.
BEISPIEL
Die Geschichte der Zwangsarbeiter ist ein dunkles Kapitel.
Wortfamilie
Das Wort gehört zur Wortfamilie um das Verb „zwingen“ (to force). Verwandte Begriffe sind „der Zwang“ (die Nötigung) und „die Zwangsarbeit“ (die Tätigkeit selbst).
BEISPIEL
Er wurde zur Zwangsarbeit in einer Fabrik gezwungen.
Historischer Kontext
Der Begriff ist sehr stark mit der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland verbunden. Er wird hauptsächlich in historischen und politischen Diskussionen über diese Epoche verwendet.
BEISPIEL
Viele Unternehmen haben ihre Rolle beim Einsatz von Zwangsarbeitern aufgearbeitet.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Zwangsarbeiter vs Sklave
„der Sklave“ und „der Zwangsarbeiter“ haben beide mit fehlender Freiheit und erzwungener Arbeit zu tun. Der Unterschied ist wichtig: Ein Sklave gilt als Eigentum einer anderen Person und hat keine persönlichen Rechte. Ein Zwangsarbeiter wird gegen seinen Willen zur Arbeit gezwungen, ist aber nicht unbedingt rechtlich das Eigentum einer Person. Die Wörter können verwechselt werden, weil beide sehr schwere Formen von Unfreiheit beschreiben. „Sklave“ passt besonders zu Sklaverei als System. „Zwangsarbeiter“ passt, wenn die erzwungene Arbeit im Mittelpunkt steht.
Zwangsarbeiter
Der Zwangsarbeiter musste in der Fabrik arbeiten, obwohl er das nicht wollte.
Sklave
Der Sklave durfte nicht selbst entscheiden, wo er leben wollte.