anfassen
Etwas mit der Hand oder den Fingern berühren.
Vorsicht, die Herdplatte ist noch heiß, nicht anfassen!

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Etwas mit der Hand oder den Fingern berühren.
Vorsicht, die Herdplatte ist noch heiß, nicht anfassen!

„Anfassen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „an-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Fass den Hund bitte nicht an, er ist sehr scheu.
Die Bedeutung erkennt man am Objekt: Bei einem konkreten Gegenstand oder einer Person bedeutet es „berühren“. Bei einem abstrakten Nomen wie „Problem“ oder „Thema“ bedeutet es „beginnen, sich damit zu beschäftigen“.
Darf ich den Stoff mal anfassen?
In der Bedeutung „eine Aufgabe beginnen“ wird das Verb metaphorisch gebraucht. Man „berührt“ das Problem nicht physisch, sondern beginnt, daran zu arbeiten. Typische Objekte sind „ein Problem“, „eine Aufgabe“ oder „ein Projekt“.
Sie weiß nicht, an welcher Stelle sie das Projekt anfassen soll.
Wenn „anfassen“ beschreibt, wie man eine Person behandelt, wird fast immer ein Adverb hinzugefügt. Dieses Adverb beschreibt die Art der Berührung, zum Beispiel „sanft anfassen“, „vorsichtig anfassen“ oder „grob anfassen“.
Er fasste sie grob am Arm an.
„beginnen“ und „anfassen“ können sich beide auf den Start einer Aufgabe beziehen. „beginnen“ sagt nur, dass etwas anfängt oder dass man mit etwas startet. „anfassen“ meint in dieser übertragenen Bedeutung eher, wie man eine Aufgabe oder ein Problem praktisch angeht. Es klingt oft aktiv: Man nimmt sich eine Sache vor und arbeitet daran. Für den normalen Start einer Handlung ist „beginnen“ passender. Wenn es um den praktischen Umgang mit einer schwierigen Aufgabe geht, passt „anfassen“ besser.

Dieses Problem müssen wir vorsichtig anfassen, weil viele Leute betroffen sind.
Lisa beginnt heute mit dem neuen Bericht für die Arbeit.