angeblich
Drückt aus, dass etwas behauptet wird, aber nicht bewiesen ist. Der Sprecher signalisiert damit oft Zweifel oder Distanz zu der Aussage.
Er hat angeblich im Lotto gewonnen, aber niemand hat den Scheck gesehen.

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Drückt aus, dass etwas behauptet wird, aber nicht bewiesen ist. Der Sprecher signalisiert damit oft Zweifel oder Distanz zu der Aussage.
Er hat angeblich im Lotto gewonnen, aber niemand hat den Scheck gesehen.

Das Wort leitet sich vom Verb „angeben“ ab, was „behaupten“ oder „nennen“ bedeutet. „Angeblich“ beschreibt also etwas, das nur angegeben, aber nicht bestätigt oder bewiesen wurde.
Der angebliche Zeuge konnte sich an nichts erinnern.
Als Adverb kann „angeblich“ flexibel im Satz stehen. Oft steht es am Satzanfang (mit Inversion) oder in der Satzmitte, um die ganze Aussage oder einen Teil davon als unsicher zu markieren.
Angeblich will er das Land verlassen.
Die Verwendung von „angeblich“ zeigt immer eine Distanz des Sprechers zur Aussage. Man macht damit deutlich, dass man die Information nur wiedergibt und selbst nicht sicher ist, ob sie stimmt.
Die Firma soll angeblich kurz vor der Pleite stehen.
„eigentlich“ und „angeblich“ stehen hier in einem Gegensatz. „eigentlich“ sagt, was wirklich oder tatsächlich der Fall ist, auch wenn es anders wirkt. „angeblich“ sagt nur, dass jemand etwas behauptet; der Sprecher ist dabei oft nicht sicher oder hat Zweifel. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide eine Aussage über Wahrheit machen. Der Unterschied ist wichtig: Mit „eigentlich“ bestätigst du eher die Wirklichkeit, mit „angeblich“ hältst du Abstand zu einer Behauptung.

Eva hat angeblich den letzten Zug verpasst, aber niemand weiß es genau.
Die Ärztin wirkt streng, aber eigentlich ist sie sehr freundlich.