angeln
Fische mit einer Angel (einer Rute mit Schnur und Haken) aus dem Wasser fangen.
Am Wochenende gehen wir oft am See angeln.

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Fische mit einer Angel (einer Rute mit Schnur und Haken) aus dem Wasser fangen.
Am Wochenende gehen wir oft am See angeln.

Das Verb „angeln“ leitet sich direkt vom Substantiv „die Angel“ ab, was eine Rute zum Fangen von Fischen ist. Alle Bedeutungen, auch die übertragenen, enthalten die Idee, etwas gezielt zu „fangen“.
Für das Angeln braucht man eine gute Angel und viel Geduld.
In der figurativen Bedeutung „nach etwas fischen“ wird immer die Präposition „nach“ (+ Dativ) verwendet. Typische Wendungen sind „nach Komplimenten angeln“ oder „nach Informationen angeln“.
Er fragte beiläufig nach ihrer Meinung und angelte damit nach einem Lob.
Wenn man sich selbst etwas „angelt“ (etwas geschickt greift), wird oft ein reflexives Dativpronomen verwendet. Die Struktur lautet: Subjekt + angelt + sich (Dativ) + Objekt (Akkusativ).
Sie angelte sich das letzte Stück Kuchen vom Teller.
Wenn man den Ort des Angelns nennt, werden meist die Präpositionen „an“ oder „in“ mit Dativ verwendet. Man angelt „am See“, „am Fluss“ oder „im Meer“.
Mein Vater hat mir das Angeln am nahegelegenen Teich beigebracht.
„greifen“ und „angeln“ können beide bedeuten, dass man etwas mit der Hand bekommen will. „Greifen“ ist das normale Wort, wenn man etwas direkt nimmt oder danach fasst. „Angeln“ ist in dieser Bedeutung umgangssprachlich und passt, wenn etwas schwer erreichbar ist und man es geschickt heranzieht oder herausfischt. Die Wörter können verwechselt werden, weil in beiden Fällen die Hand benutzt wird. Wenn der Gegenstand gut erreichbar ist, sagt man meistens „greifen“. Wenn man sich strecken oder etwas mühsam hervorholen muss, klingt „angeln“ natürlicher.

Tom angelt den Schlüssel mit zwei Fingern aus der engen Tasche.
Sie greift nach ihrer Jacke, weil es draußen kalt wird.