greifen
Etwas mit der Hand nehmen, fassen oder ergreifen.
Er griff nach dem Buch, das auf dem obersten Regal lag.

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Etwas mit der Hand nehmen, fassen oder ergreifen.
Er griff nach dem Buch, das auf dem obersten Regal lag.

„Greifen“ ist das Grundwort für viele wichtige Verben wie „begreifen“ (verstehen), „angreifen“ (attackieren) oder „eingreifen“ (intervenieren). Die Grundidee des „Fassens“ oder „Erfassens“ ist oft erkennbar.
Es ist schwer zu begreifen, was passiert ist.
Um die Bewegung in Richtung eines Objekts zu betonen, verwendet man oft die Konstruktion „greifen nach“ + Dativ. Wenn man das Objekt direkt nimmt, kann auch ein Akkusativobjekt folgen.
Das Kind griff nach der Hand seiner Mutter.
Die Wendung „zu etwas greifen“ bedeutet, ein bestimmtes Mittel oder eine Maßnahme zu wählen, oft aus Notwendigkeit. Das Nomen steht im Dativ.
Bei starken Schmerzen sollte man zu einem Medikament greifen.
In dieser Bedeutung wird „greifen“ unpersönlich verwendet und das Subjekt ist immer ein abstraktes Konzept wie ein Gesetz, eine Regel oder eine Reform. Es bedeutet „wirksam werden“ oder „gelten“.
Die neue Regelung greift ab dem ersten Januar.
Der Ausdruck „um sich greifen“ ist eine feste Wendung und bedeutet, dass sich etwas schnell und oft unkontrolliert ausbreitet. Er wird meist für negative Dinge wie Feuer, Krankheiten oder Panik verwendet.
Die Angst vor dem Virus griff schnell um sich.
„nehmen“ und „greifen“ können beide mit der Hand und einem Gegenstand zu tun haben. „nehmen“ beschreibt eher das Ergebnis: Man hat den Gegenstand danach bei sich oder benutzt ihn. „greifen“ betont die Bewegung der Hand und das Fassen. Man kann nach etwas greifen, ohne es schon sicher genommen zu haben. Die Wörter können verwechselt werden, weil beide bei derselben Handlung vorkommen. Praktisch gilt: „greifen“ ist die Handbewegung, „nehmen“ ist das An-sich-Nehmen.

Im Dunkeln greift er nach dem Schlüssel auf dem Tisch.
Vor dem Termin nimmt sie ihre Tablette mit einem Glas Wasser.