die Anklage
Die formelle, juristische Beschuldigung einer Person durch die Staatsanwaltschaft, eine Straftat begangen zu haben. Dies ist der Beginn eines Gerichtsverfahrens.
Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen schweren Betrugs.

Anklage
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Die formelle, juristische Beschuldigung einer Person durch die Staatsanwaltschaft, eine Straftat begangen zu haben. Dies ist der Beginn eines Gerichtsverfahrens.
Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen schweren Betrugs.

„Die Anklage“ ist das Nomen zum Verb „anklagen“ (to accuse). Beide Wörter haben den Stamm „klagen“, was „sich beschweren“ oder „vor Gericht klagen“ bedeutet. Die Vorsilbe „an-“ richtet die Klage direkt gegen eine Person.
Er wurde wegen Diebstahls angeklagt.
Im juristischen Kontext wird die Anklage nicht „gemacht“, sondern „erhoben“. Die feste Wendung lautet „Anklage erheben“.
Die Staatsanwaltschaft wird nächste Woche Anklage gegen den Verdächtigen erheben.
Man erhebt Anklage „gegen“ eine Person (Akkusativ) und „wegen“ einer Straftat (Genitiv). Diese beiden Präpositionen sind entscheidend für korrekte Sätze.
Gegen den Manager wurde Anklage wegen Steuerhinterziehung erhoben.
Wenn „die Anklage“ als Akteur in einem Gerichtsprozess auftritt und Verben wie „fordern“ oder „plädieren“ verwendet werden, ist die Staatsanwaltschaft als Prozesspartei gemeint. In diesem Fall steht das Wort meist ohne Adjektiv und mit bestimmtem Artikel.
Die Anklage forderte eine lebenslange Haftstrafe für den Täter.
Außerhalb des Gerichts beschreibt „Anklage“ eine scharfe Kritik. In diesem Fall wird es oft mit „gegen“ und einem abstrakten Konzept verwendet, z.B. „eine Anklage gegen die Gesellschaft“.
Der Film ist eine emotionale Anklage gegen die Ungerechtigkeit in der Welt.
„die Kritik“ und „die Anklage“ können beide ausdrücken, dass jemand etwas falsch findet oder jemandem etwas vorwirft. „Kritik“ ist aber breiter und oft weniger stark. Man benennt Fehler oder Schwächen, zum Beispiel bei einer Arbeit, einer Entscheidung oder einem Verhalten. „Anklage“ klingt deutlich stärker. Juristisch bedeutet sie eine formelle Beschuldigung vor Gericht. Außerhalb des Gerichts meint sie einen sehr scharfen, oft öffentlichen Vorwurf. Für normale Rückmeldungen oder Beschwerden passt meist „Kritik“. „Anklage“ passt, wenn der Vorwurf sehr ernst oder offiziell wirkt.

Vor Gericht verliest die Staatsanwältin die Anklage.
Die Kritik an dem neuen Plan war deutlich, aber sachlich.