sich aufrichten
Seinen eigenen Körper aus einer gebückten, sitzenden oder liegenden Haltung in eine gerade, aufrechte Position bringen.
Als der Lehrer den Raum betrat, richtete sich der Schüler schnell auf.

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Seinen eigenen Körper aus einer gebückten, sitzenden oder liegenden Haltung in eine gerade, aufrechte Position bringen.
Als der Lehrer den Raum betrat, richtete sich der Schüler schnell auf.

„Aufrichten“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „auf-“ steht im Hauptsatz am Ende. Im Infinitiv mit „zu“ steht „zu“ zwischen der Vorsilbe und dem Verb.
Er richtete den umgefallenen Stuhl wieder auf.
Das Verb besteht aus der Vorsilbe „auf-“ (nach oben) und „richten“ (gerade machen, ausrichten). Die Grundbedeutung „etwas in eine gerade, vertikale Position bringen“ verbindet alle Bedeutungen: den Körper, einen Gegenstand, die Psyche oder ein Gebäude.
Ein freundliches Gespräch kann einen traurigen Menschen wieder aufrichten.
Das Objekt oder die Grammatik verrät die Bedeutung: „sich aufrichten“ (eigener Körper), „etwas aufrichten“ (Gegenstand), „jemanden aufrichten“ (einer Person Mut machen) oder „einen Dachstuhl aufrichten“ (bauen).
Er richtete sich im Bett auf.
In der emotionalen Bedeutung wird „aufrichten“ oft mit der Ursache für den Trost kombiniert. Typisch sind Formulierungen wie „jemanden mit Worten aufrichten“ oder „jemanden durch Zuspruch aufrichten“.
Ihre aufmunternden Worte haben mich wirklich wieder aufgerichtet.
Die Bedeutung „errichten“ wird fast nur für den Bau eines Dachstuhls verwendet. Wenn der Dachstuhl fertig ist, feiert man in Deutschland traditionell das „Richtfest“. Dieses Fest ist ein Dank an die Handwerker.
Nächste Woche richten die Zimmerleute den Dachstuhl auf, dann gibt es ein Richtfest.
„aufbauen“ und „aufrichten“ können beide bedeuten, dass etwas entsteht oder wieder in eine bessere Position kommt. Der wichtigste Unterschied ist: „aufbauen“ meint meist, dass man etwas aus Teilen zusammensetzt oder langsam entwickelt, zum Beispiel ein Zelt, eine Firma oder auch neuen Mut. „aufrichten“ meint eher, dass etwas Liegendes oder Umgefallenes wieder gerade steht, oder dass jemand innerlich wieder Mut bekommt. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide auch bei Trost und Mut passen können. Bei Gegenständen fragt man am besten: Entsteht etwas Schritt für Schritt? Dann passt „aufbauen“. Wird etwas nur wieder gerade gestellt? Dann passt „aufrichten“.

Nach dem Sturm richtet der Gärtner den umgefallenen Baum wieder auf.
Am See bauen wir zuerst das Zelt auf und kochen danach Kaffee.