aufzwingen
Jemanden dazu zwingen, etwas gegen seinen Willen anzunehmen, zu tun oder zu akzeptieren.
Er versuchte, mir seine Meinung aufzuzwingen, aber ich blieb bei meiner.

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Jemanden dazu zwingen, etwas gegen seinen Willen anzunehmen, zu tun oder zu akzeptieren.
Er versuchte, mir seine Meinung aufzuzwingen, aber ich blieb bei meiner.

„Aufzwingen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „auf-“ steht im Hauptsatz am Ende. Es leitet sich von „zwingen“ (to force) ab, wobei „auf-“ die Richtung „auf jemanden drauf“ betont.
Ich lasse mir von niemandem eine Entscheidung aufzwingen.
Dieses Verb erfordert eine feste Satzstruktur: Die Person, der etwas aufgezwungen wird, steht im Dativ, und die Sache, die aufgezwungen wird, steht im Akkusativ. Das Muster ist: jemandem (Dativ) etwas (Akkusativ) aufzwingen.
Der Verkäufer wollte mir einen unnötigen Vertrag aufzwingen.
In der reflexiven Form „sich aufzwingen“ ist die Logik anders: Ein Gedanke oder Gefühl ist das Subjekt, und die Person, die diesen Gedanken hat, steht im Dativ. Das Muster ist: Etwas (Nominativ) zwingt sich mir (Dativ) auf.
Der Verdacht, dass etwas nicht stimmte, zwang sich ihm einfach auf.
„zwingen“ und „aufzwingen“ bedeuten beide, dass jemand gegen seinen Willen zu etwas gebracht wird. „zwingen“ ist allgemeiner und passt zu vielen Handlungen: arbeiten, unterschreiben, gehen oder schweigen. „aufzwingen“ benutzt man besonders, wenn jemand einer anderen Person etwas gibt, vorschreibt oder als richtig hinstellt, obwohl diese Person es nicht will. Typisch sind Regeln, Meinungen, Entscheidungen oder Hilfe. Man kann die Wörter verwechseln, weil in beiden Fällen Druck entsteht. Als einfache Orientierung: „zwingen“ betrifft oft eine Handlung, „aufzwingen“ betrifft oft etwas, das jemand annehmen oder akzeptieren soll.

Felix will seinen Mitbewohnern seinen Musikgeschmack nicht aufzwingen.
Die neue Regel zwingt alle Besucher, sich vorher anzumelden.