ausmalen
Die Wände und Decken eines Raumes oder Gebäudes mit Farbe streichen.
Wir lassen nächste Woche die ganze Wohnung neu ausmalen.

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Die Wände und Decken eines Raumes oder Gebäudes mit Farbe streichen.
Wir lassen nächste Woche die ganze Wohnung neu ausmalen.

„Ausmalen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „aus-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Er malt sich die schlimmsten Szenarien aus.
In der Bedeutung „sich etwas vorstellen“ ist das Verb reflexiv und wird mit einem Dativpronomen verwendet: „sich (mir, dir, ihm...) etwas ausmalen“. Das, was man sich vorstellt, steht im Akkusativ.
Kannst du dir ausmalen, wie glücklich sie sein wird?
Die Wendung „sich etwas ausmalen“ wird sehr oft in negativen Sätzen oder Fragen benutzt, um auszudrücken, dass man sich eine schreckliche Situation lieber nicht vorstellen möchte.
Mal dir bloß nicht aus, was alles hätte schiefgehen können!
Die beiden konkreten Bedeutungen lassen sich am Objekt unterscheiden. Bezieht sich „ausmalen“ auf große Flächen wie „Zimmer“, „Wohnung“ oder „Haus“, ist Streichen gemeint. Bezieht es sich auf „Bild“ oder „Zeichnung“, ist das Füllen mit Farbe gemeint.
Wir müssen die Küche neu ausmalen.
„streichen“ und „ausmalen“ können beide bedeuten, dass man Wände oder Decken mit Farbe bedeckt. In diesem Sinn sind sie sehr ähnlich. „streichen“ ist das allgemeinere Wort und passt auch für einzelne Wände, Türen oder Möbel. „ausmalen“ benutzt man besonders bei einem ganzen Raum oder einer Wohnung, oft im süddeutschen und österreichischen Sprachraum. Wenn es um Renovieren geht, kann man meist beide verstehen. „streichen“ klingt aber in vielen Situationen neutraler und häufiger.

Vor dem Einzug lässt Anna die ganze Wohnung ausmalen.
Am Wochenende streichen wir die Wand im Wohnzimmer hellblau.