streichen
Eine Oberfläche, insbesondere eine Wand, mit Farbe bedecken.
Am Wochenende wollen wir das Wohnzimmer gelb streichen.

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Eine Oberfläche, insbesondere eine Wand, mit Farbe bedecken.
Am Wochenende wollen wir das Wohnzimmer gelb streichen.

Normalerweise bildet „streichen“ das Perfekt mit „haben“. Eine Ausnahme ist die Bedeutung „umherziehen“: Wenn sich ein Tier fortbewegt, wird das Perfekt mit „sein“ gebildet.
Ich habe die Wand blau gestrichen.
Viele Bedeutungen von „streichen“ haben eine gemeinsame Grundidee: eine gleichmäßige Bewegung über eine Oberfläche. Diese Vorstellung verbindet das Malen einer Wand, das Verteilen von Butter und das sanfte Berühren der Haut.
Er strich die Farbe gleichmäßig auf die Leinwand.
In der Bedeutung „entfernen“ oder „annullieren“ wird „streichen“ oft mit Plänen, Terminen oder Listen kombiniert. Typisch sind: „einen Flug streichen“, „einen Termin streichen“ oder „einen Namen von der Liste streichen“.
Wegen Krankheit musste ich meinen Zahnarzttermin streichen.
Wenn etwas annulliert wird, steht der Satz sehr häufig im Passiv. Die Sache, die gestrichen wird, ist dann das Subjekt des Satzes.
Das Konzert wurde wegen des schlechten Wetters gestrichen.
Wenn man jemanden sanft berührt, steht die Person im Dativ. Die Präposition „über“ leitet dann den berührten Körperteil oder die Oberfläche ein.
Er strich seiner Freundin sanft über die Wange.
„Die Segel streichen“ ist eine feste Redewendung. Sie kommt aus der Seefahrt und bedeutet im übertragenen Sinn, dass man einen Kampf, einen Plan oder ein Vorhaben aufgibt.
Nach stundenlanger Diskussion strich er schließlich die Segel und stimmte zu.
„über etwas fahren“ und „streichen“ können beide bedeuten, dass sich eine Hand oder ein Gegenstand über eine Oberfläche bewegt. „fahren“ ist dabei neutraler: Es beschreibt vor allem die Bewegung über eine Fläche. „streichen“ klingt weicher und oft sanfter oder liebevoller, besonders wenn man mit der Hand über Haare, Fell oder Haut geht. Die Wörter können verwechselt werden, weil die Bewegung ähnlich ist. Wenn nur die Richtung wichtig ist, passt „fahren“; wenn die Berührung sanft ist, passt „streichen“ besser.

Die Ärztin streicht dem Kind beruhigend über den Arm.
Karim fährt mit dem Finger über die Karte und sucht den Weg.