
streichen
Eine Oberfläche, insbesondere eine Wand, mit Farbe bedecken.
Am Wochenende wollen wir das Wohnzimmer gelb streichen.
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Eine Oberfläche, insbesondere eine Wand, mit Farbe bedecken.
Am Wochenende wollen wir das Wohnzimmer gelb streichen.

Etwas aus einer Liste, einem Text oder einem Plan entfernen oder für ungültig erklären.
Wegen des Sturms wurden alle Flüge nach Hamburg gestrichen.

Eine weiche Masse, wie Butter oder Marmelade, auf einer Oberfläche verteilen.
Kannst du mir bitte etwas Frischkäse auf mein Brot streichen?

Mit der Hand sanft und liebevoll über jemanden oder etwas fahren; streicheln.
Die Mutter strich ihrem weinenden Kind tröstend über den Kopf.

Eine feste Wendung, die bedeutet, aufzugeben oder zu kapitulieren.
Angesichts der erdrückenden Beweise musste der Angeklagte die Segel streichen und gestehen.

Sich (besonders von Tieren) umherbewegend fortbewegen; umherziehen.
Die Katze streicht jede Nacht durch die Gärten der Nachbarschaft.
Normalerweise bildet „streichen“ das Perfekt mit „haben“. Eine Ausnahme ist die Bedeutung „umherziehen“: Wenn sich ein Tier fortbewegt, wird das Perfekt mit „sein“ gebildet.
Ich habe die Wand blau gestrichen.
Viele Bedeutungen von „streichen“ haben eine gemeinsame Grundidee: eine gleichmäßige Bewegung über eine Oberfläche. Diese Vorstellung verbindet das Malen einer Wand, das Verteilen von Butter und das sanfte Berühren der Haut.
Er strich die Farbe gleichmäßig auf die Leinwand.
In der Bedeutung „entfernen“ oder „annullieren“ wird „streichen“ oft mit Plänen, Terminen oder Listen kombiniert. Typisch sind: „einen Flug streichen“, „einen Termin streichen“ oder „einen Namen von der Liste streichen“.
Wegen Krankheit musste ich meinen Zahnarzttermin streichen.
Wenn etwas annulliert wird, steht der Satz sehr häufig im Passiv. Die Sache, die gestrichen wird, ist dann das Subjekt des Satzes.
Das Konzert wurde wegen des schlechten Wetters gestrichen.
Wenn man jemanden sanft berührt, steht die Person im Dativ. Die Präposition „über“ leitet dann den berührten Körperteil oder die Oberfläche ein.
Er strich seiner Freundin sanft über die Wange.
„Die Segel streichen“ ist eine feste Redewendung. Sie kommt aus der Seefahrt und bedeutet im übertragenen Sinn, dass man einen Kampf, einen Plan oder ein Vorhaben aufgibt.
Nach stundenlanger Diskussion strich er schließlich die Segel und stimmte zu.
Fahren beschreibt hier neutral eine Bewegung der Hand über eine Oberfläche. Streichen bezeichnet dabei meist eine bewusste, sanfte und oft liebevolle Berührung. Für das bloße Gleiten passt fahren; soll die Zärtlichkeit wichtig sein, ist streichen genauer.

Die Mutter streicht mit der Hand sanft über den Rücken ihres Kindes.
Die Ärztin fährt mit der Hand über seinen Rücken und sucht die schmerzende Stelle.