bemessen
Die Größe, den Umfang oder die Dauer von etwas nach einem bestimmten Maßstab oder Kriterium festlegen oder berechnen. Wird oft im Passiv oder als Partizip verwendet.
Die Höhe des Stipendiums wird nach dem Einkommen der Eltern bemessen.

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Die Größe, den Umfang oder die Dauer von etwas nach einem bestimmten Maßstab oder Kriterium festlegen oder berechnen. Wird oft im Passiv oder als Partizip verwendet.
Die Höhe des Stipendiums wird nach dem Einkommen der Eltern bemessen.

Das Verb „bemessen“ besteht aus der untrennbaren Vorsilbe „be-“ und dem Verb „messen“. Die Vorsilbe bewirkt, dass eine Handlung auf ein Objekt angewendet wird: Man misst nicht nur, sondern legt etwas anhand einer Messung fest.
Die Versicherung bemisst den Schaden auf 5000 Euro.
In dieser Bedeutung wird „bemessen“ meist im Passiv mit der Präposition „nach“ und Dativ verwendet. Die Struktur lautet: Etwas wird nach [Kriterium] bemessen.
Die Gebühren werden nach der Größe der Wohnung bemessen.
Das Verb „bemessen“ gehört in dieser Bedeutung zur formellen Sprache. Man findet es häufig in Verträgen, Vorschriften und offiziellen Dokumenten.
Das Gericht wird die Strafe angemessen bemessen.
Wenn „bemessen“ wie ein Adjektiv verwendet wird, stehen oft Adverbien davor, die das Maß beschreiben. Sehr häufig sind „knapp bemessen“, „großzügig bemessen“ oder „reichlich bemessen“.
Das Budget für dieses Projekt ist sehr knapp bemessen.
„knapp“ und „bemessen“ können zusammen den Gedanken ausdrücken, dass etwas nur begrenzt vorhanden ist. „knapp“ ist das einfache und allgemeine Wort: Zeit, Geld oder Platz reichen nur gerade so. „bemessen“ kommt hier meist als Partizip vor, besonders in Ausdrücken wie „knapp bemessen“. Es klingt etwas formeller und betont, dass eine Menge, Zeit oder Größe zugeteilt oder festgelegt wurde. Im Alltag sagt man oft einfach „knapp“; in Planung, Arbeit oder Verwaltung klingt „knapp bemessen“ genauer.

Für das Projekt ist das Budget sehr knapp bemessen.
Die Zeit ist knapp, weil der Zug in zehn Minuten fährt.