betiteln
Einem Werk wie einem Buch, Film, Lied oder Kunstwerk einen offiziellen Namen oder Titel geben.
Der Autor hat sein neuestes Buch „Die Stille des Flusses“ betitelt.

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Einem Werk wie einem Buch, Film, Lied oder Kunstwerk einen offiziellen Namen oder Titel geben.
Der Autor hat sein neuestes Buch „Die Stille des Flusses“ betitelt.

Das Verb „betiteln“ setzt sich aus dem Nomen „der Titel“ und der Vorsilbe „be-“ zusammen. Es bedeutet „einen Titel geben“ und ist ein untrennbares Verb.
Wie wollen wir das neue Projekt betiteln?
Die Satzstruktur verrät die Bedeutung: Die abwertende Bezeichnung für eine Person erfordert die Präposition „als“ (jemanden als Lügner betiteln). Wenn einem Werk ein Name gegeben wird, steht der Titel oft direkt oder in Anführungszeichen dahinter.
Sie betitelte ihn als Feigling.
In der Bedeutung „jemanden (abwertend) nennen“ ist die Präposition „als“ zwingend erforderlich. Die Struktur lautet immer: „jemanden als etwas betiteln“.
Nur weil er einen Fehler gemacht hat, sollte man ihn nicht gleich als Versager betiteln.
„nennen“ und „betiteln“ können beide bedeuten, dass jemand oder etwas eine Bezeichnung bekommt. „nennen“ ist viel allgemeiner und passt bei Personen, Dingen und Beschreibungen im Alltag. „betiteln“ ist genauer, wenn ein Buch, Film, Lied oder anderes Werk einen offiziellen Titel bekommt. Außerdem kann „betiteln“ wie „nennen“ für eine oft spöttische oder abwertende Bezeichnung einer Person benutzt werden, klingt dann aber etwas gehobener. Verwechseln kann man die Wörter besonders bei Namen und Titeln: Ein Kind nennt man Paul, aber ein Buch betitelt man zum Beispiel „Der lange Sommer“.

Sie betitelt ihren neuen Roman mit einem kurzen Satz.
Der Lehrer nennt den Schüler nach dem Streit unfair.