dehnen
Etwas in die Länge oder Breite ziehen, sodass es größer oder weiter wird. Dies bezieht sich oft auf Muskeln oder elastische Materialien.
Vor dem Sport sollte man seine Muskeln gut dehnen, um Verletzungen vorzubeugen.

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Etwas in die Länge oder Breite ziehen, sodass es größer oder weiter wird. Dies bezieht sich oft auf Muskeln oder elastische Materialien.
Vor dem Sport sollte man seine Muskeln gut dehnen, um Verletzungen vorzubeugen.

Der Kontext verrät die Bedeutung: Geht es um den Körper oder Sport, ist das Strecken von Muskeln gemeint. Ist das Verb reflexiv („sich dehnen“), geht es um Zeit. Bei abstrakten Begriffen wie „Gesetz“ oder „Regel“ ist die weite Auslegung gemeint.
Ich muss vor dem Laufen meine Beine dehnen.
In der physischen Bedeutung wird „dehnen“ meist mit einem Akkusativobjekt verwendet. Typische Objekte sind Körperteile oder elastische Materialien.
Der Physiotherapeut dehnte vorsichtig meinen Rücken.
Wenn ein Ereignis länger dauert als erwartet, wird die reflexive Form „sich dehnen“ verwendet. Das Subjekt des Satzes ist dann das Ereignis selbst.
Die Zugfahrt dehnte sich wegen technischer Probleme um zwei Stunden.
In der übertragenen Bedeutung wird „dehnen“ für abstrakte Konzepte wie Begriffe, Regeln oder Gesetze verwendet. Es bedeutet, deren Grenzen sehr weit auszulegen.
Sie hat den Begriff „Freundschaft“ für ihre Zwecke sehr gedehnt.
„spannen“ und „dehnen“ haben beide damit zu tun, dass etwas gezogen wird. „spannen“ benutzt man, wenn etwas straff gemacht wird und unter Spannung steht, zum Beispiel ein Seil oder ein Tuch. „dehnen“ passt eher, wenn etwas länger, weiter oder lockerer werden soll, besonders bei Muskeln oder elastischem Material. Lernende können die Wörter verwechseln, weil bei beiden gezogen wird. Praktisch hilft: Ein Zeltseil spannt man, damit es fest ist; einen Muskel dehnt man, damit er beweglicher wird.

Nach dem Laufen dehnt Lena ihre Beine im Park.
Vor dem Regen spannen wir die Plane fest über die Fahrräder.