sich strecken
Seine Glieder oder seinen Körper bewusst in die Länge ziehen, oft um Muskeln zu entspannen oder nach dem Aufwachen.
Jeden Morgen nach dem Aufstehen muss ich mich erst einmal ausgiebig strecken.

Loading your saved state.
Seine Glieder oder seinen Körper bewusst in die Länge ziehen, oft um Muskeln zu entspannen oder nach dem Aufwachen.
Jeden Morgen nach dem Aufstehen muss ich mich erst einmal ausgiebig strecken.

Das Verb „strecken“ ist mit dem Nomen „die Strecke“ verwandt. Beide Wörter enthalten die Idee von Länge, Distanz oder Ausdehnung.
Die Läufer müssen eine lange Strecke zurücklegen.
Die Bedeutung von „strecken“ erkennen Sie am Kontext: Das Reflexivpronomen „sich“ deutet auf die Körperbewegung hin. Die Präposition „mit“ und eine Substanz deuten auf Verdünnen hin. Abstrakte Nomen wie „Budget“ oder „Geld“ deuten auf das Ausdehnen über die Zeit hin.
Ich strecke mich jeden Morgen im Bett.
In dieser Bedeutung ist „strecken“ immer ein reflexives Verb. Das Reflexivpronomen („mich“, „dich“, „sich“, etc.) steht im Akkusativ und ist notwendig.
Die Katze streckt sich genüsslich in der Sonne.
Wenn „strecken“ verdünnen bedeutet, wird die Substanz, die hinzugefügt wird, mit der Präposition „mit“ + Dativ eingeführt.
Die Soße wurde mit Sahne gestreckt, um sie milder zu machen.
Diese abstrakte Bedeutung wird oft mit finanziellen oder materiellen Ressourcen verwendet. Typische Nomen sind „das Budget“, „das Geld“ oder „die Vorräte“.
Um Geld zu sparen, müssen wir das Heizöl über den Winter strecken.
Die Wendung „jemanden zu Boden strecken“ ist eine feste Einheit. Sie bedeutet, jemanden durch einen Schlag oder Stoß zu Fall zu bringen.
Mit einem gezielten Hieb streckte der Ritter seinen Gegner zu Boden.
„verteilen“ und „strecken“ können beide damit zu tun haben, dass etwas nicht auf einmal verbraucht oder gegeben wird. „verteilen“ benutzt man, wenn etwas auf mehrere Personen, Orte oder Teile aufgeteilt wird. „strecken“ benutzt man eher, wenn eine Menge oder ein Zeitraum länger reichen soll. Dabei geht es oft um Geld, Vorräte oder Arbeit. „verteilen“ klingt neutraler und konkreter. „strecken“ betont stärker: Es soll länger reichen.

Timo streckt seine Ersparnisse, damit das Geld bis zur Reise reicht.
Nach dem Unterricht hat die Lehrerin die Aufgaben an die Gruppen verteilt.