
Text oder Bilder mithilfe eines Druckers, einer Druckmaschine oder eines ähnlichen Geräts auf Papier oder ein anderes Material übertragen.
Ich muss dieses Dokument noch schnell für das Meeting drucken.
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Einen Text, ein Buch oder einen Artikel in einer Zeitung, Zeitschrift oder einem anderen Medium veröffentlichen.
Die Zeitung weigerte sich, den kontroversen Leserbrief zu drucken.

Eine unangenehme Aufgabe, Pflicht oder Verantwortung bewusst vermeiden.
Er versucht immer, sich vor dem Abwasch zu drücken.

Sich ducken oder klein machen, um nicht gesehen zu werden oder um einem Stoß auszuweichen.
Er drückte sich hinter die Mauer, als er die Polizei sah.
Das Verb „drucken“ ist eng mit dem Nomen „der Druck“ (pressure) verwandt. Die Grundbedeutung des Druckens ist, Farbe mit Druck auf Papier zu bringen. Auch die reflexiven Bedeutungen, wie „sich vor etwas drücken“, enthalten die Idee, einem (metaphorischen) Druck auszuweichen.
Der hohe Erwartungsdruck in der Arbeit ist kaum auszuhalten.
Es ist wichtig, die nicht-reflexive und die reflexive Form zu unterscheiden. „Drucken“ bedeutet, etwas auf Papier zu bringen (z.B. ein Dokument). „Sich drücken“ bedeutet, dass eine Person sich selbst bewegt oder einer Aufgabe ausweicht.
Kannst du mir bitte diese E-Mail drucken?
Die Wendung „sich drücken vor“ wird immer mit der Präposition „vor“ und dem Dativ verwendet. Sie beschreibt, wovor man sich drückt. Diese Formulierung ist eher umgangssprachlich.
Die Kinder versuchen, sich vor den Hausaufgaben zu drücken.
Im technischen Sinne wird „drucken“ oft mit Objekten wie „ein Dokument“, „ein Foto“, „ein Plakat“ oder „ein Ticket“ verwendet. Man kann auch angeben, wie gedruckt wird, zum Beispiel „in Farbe“ oder „schwarz-weiß“.
Ich habe die Fotos vom Urlaub auf speziellem Fotopapier gedruckt.
Wenn „sich drücken“ ducken bedeutet, folgt oft eine Präposition mit einer Ortsangabe. Typische Formulierungen sind „sich hinter etwas drücken“, „sich an die Wand drücken“ oder „sich in eine Ecke drücken“.
Das Kind drückte sich ängstlich hinter seine Mutter.
Beide Wörter können sich auf das Nichtübernehmen einer unangenehmen Pflicht beziehen. „Vermeiden“ ist neutral und beschreibt allgemein, dass man etwas Unerwünschtes verhindert, während „sich vor etwas drücken“ umgangssprachlich klingt und meist ein pflichtwidriges Ausweichen bezeichnet. Für einen Vorwurf im Alltag passt „sich drücken vor“.

Paul drückt sich vor der unangenehmen Diskussion und schickt stattdessen eine kurze Nachricht.
Um eine unangenehme Diskussion zu vermeiden, bereitete Anna die Unterlagen sorgfältig vor.