
drücken
Gezielt Druck mit den Fingern oder der Hand auf etwas ausüben, zum Beispiel auf einen Knopf oder Schalter.
Du musst den roten Knopf drücken, um die Maschine zu starten.
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Gezielt Druck mit den Fingern oder der Hand auf etwas ausüben, zum Beispiel auf einen Knopf oder Schalter.
Du musst den roten Knopf drücken, um die Maschine zu starten.

Jemanden als Zeichen der Zuneigung oder des Trostes fest in die Arme nehmen; umarmen.
Zum Abschied drückte sie ihre Freundin ganz fest.

Eine unangenehme Aufgabe, Pflicht oder Verantwortung bewusst vermeiden.
Er versucht immer, sich vor dem Abwasch zu drücken.

Jemandem symbolisch Glück für eine bevorstehende Herausforderung wünschen.
Ich drücke dir für dein Vorstellungsgespräch ganz fest die Daumen!

Etwas nach unten bewegen oder senken, zum Beispiel Preise oder Kosten.
Der Discounter versucht, die Preise für Lebensmittel weiter zu drücken.

Eine Last oder Sorge, die jemanden seelisch oder körperlich belastet.
Die neuen Schuhe drücken mich am kleinen Zeh.
Die Wendung „sich vor etwas drücken“ ist reflexiv und verwendet immer die Präposition „vor“ mit dem Dativ. Sie bedeutet, eine unangenehme Aufgabe zu vermeiden.
Er drückt sich immer vor der Hausarbeit.
Die Redewendung lautet „jemandem die Daumen drücken“. Die Person, der man Glück wünscht, steht dabei im Dativ.
Ich drücke dir die Daumen für deine Prüfung morgen!
In der Bedeutung „pressen“ wird das Verb oft mit Objekten wie „einen Knopf“, „eine Taste“, „einen Schalter“ oder „eine Türklinke“ verwendet.
Um den Computer zu starten, musst du den Power-Knopf drücken.
Diese Bedeutung kann wörtlich sein, wenn zum Beispiel Kleidung zu eng ist. Sie kann aber auch bildlich für Sorgen oder Probleme verwendet werden, die eine Person belasten.
Diese Jacke drückt mich an den Schultern.
Wenn „drücken“ „umarmen“ bedeutet, wird es oft durch Adverbien wie „fest“, „herzlich“ oder „lange“ genauer beschrieben.
Zur Begrüßung drückte er seinen alten Freund herzlich.
In der Bedeutung „senken“ wird „drücken“ fast ausschließlich im wirtschaftlichen Kontext verwendet. Typische Objekte sind „Preise“, „Kosten“, „Löhne“ oder „Margen“.
Die Konkurrenz versucht, die Preise zu drücken.
Beide Wörter können ausdrücken, dass man eine unangenehme Pflicht nicht übernimmt. „Vermeiden“ ist neutral und beschreibt allgemein das Fernhalten von etwas Unerwünschtem, während „sich vor etwas drücken“ umgangssprachlich klingt und meist ein Ausweichen vor Pflicht oder Verantwortung kritisiert. In neutralen Texten passt „vermeiden“, bei vorwurfsvollem Alltagsgebrauch „sich drücken vor“.

Tom drückt sich vor der schwierigen Aufgabe und lässt seine Kollegin damit allein.
Um Streit zu vermeiden, übernahm Lena die schwierige Aufgabe selbst.