entbehren
Auf etwas verzichten müssen, das man eigentlich benötigt oder sich wünscht. Oft wird es als Mangel oder Verlust empfunden.
Als Student musste er viele Annehmlichkeiten entbehren.

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Auf etwas verzichten müssen, das man eigentlich benötigt oder sich wünscht. Oft wird es als Mangel oder Verlust empfunden.
Als Student musste er viele Annehmlichkeiten entbehren.

„Entbehren“ ist ein untrennbares Verb mit der Vorsilbe „ent-“. Diese Vorsilbe drückt oft eine Entfernung oder einen Mangel aus, was zur Bedeutung „auf etwas verzichten müssen“ oder „etwas nicht haben“ passt.
In der Not mussten die Menschen lange Zeit ärztliche Hilfe entbehren.
Das Verb „entbehren“ wird direkt mit einem Akkusativobjekt verwendet. Man braucht keine zusätzliche Präposition.
Auf der langen Wanderung entbehrten wir jeglichen Komfort.
„Entbehren“ gehört zur gehobenen Schriftsprache und wird im Alltagsgespräch eher selten verwendet. Es klingt formeller und distanzierter.
Der Autor schreibt, die Hauptfigur habe in ihrer Kindheit jede Zuneigung entbehrt.
In der Bedeutung „nicht besitzen“ wird das Verb oft in festen Wendungen gebraucht. Sehr typisch sind „jeder Grundlage entbehren“ oder „jeder Logik entbehren“.
Die Gerüchte über die Firma entbehren jeder Grundlage.
„fehlen“ und „entbehren“ können beide ausdrücken, dass etwas nicht vorhanden ist. „fehlen“ ist neutral und sehr alltäglich: Etwas ist nicht da oder nicht genug da. „entbehren“ klingt gehobener und betont oft, dass man ohne etwas auskommen muss, obwohl man es braucht oder gern hätte. In formeller Sprache kann „entbehren“ auch bedeuten, dass etwas eine Grundlage oder Logik nicht besitzt. Lernende können die Wörter verwechseln, aber im normalen Alltag ist „fehlen“ meistens natürlicher.

Im Urlaub musste Finn mehrere Tage auf warmes Wasser entbehren.
Für die Suppe fehlt noch Salz.