Das Fehlen von jemandem oder etwas spüren und bedauern; auf etwas nicht verzichten wollen. Wird sehr häufig in der Wendung „nicht missen wollen/möchten“ verwendet.
beispiel
Die Zeit mit meinen Freunden im Urlaub war so schön, ich möchte sie nicht missen.
Tipps
Feste Wendung
Das Verb „missen“ wird fast ausschließlich in der festen Wendung „nicht missen wollen/möchten“ verwendet. Es drückt aus, dass man auf eine Person, eine Erfahrung oder eine Sache nicht verzichten möchte, weil sie sehr wertvoll ist.
BEISPIEL
Diese Reise war eine unglaubliche Erfahrung, die ich nicht missen möchte.
Akkusativ-Objekt
Das, was man nicht missen möchte, steht immer im Akkusativ. Die Struktur lautet: Subjekt + Modalverb + [Objekt im Akkusativ] + nicht missen.
BEISPIEL
Ich möchte meinen Hund auf keinen Fall missen.
Typische Verbindungen
Häufig wird diese Wendung mit positiven Erinnerungen, wichtigen Personen oder liebgewonnenen Gewohnheiten verwendet. Typische Objekte sind „die Erfahrung“, „die Zeit“, „diese Momente“ oder „meine Freunde“.
BEISPIEL
Die Zeit an der Universität möchte ich nicht missen.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
missen vs fehlen
„fehlen“ und „missen“ können beide ausdrücken, dass man jemanden oder etwas vermisst. Der wichtigste Unterschied liegt im Satzbau und im typischen Gebrauch. Bei „fehlen“ ist die vermisste Person oder Sache das Subjekt: „Du fehlst mir.“ Bei „missen“ ist die Person, die etwas vermisst, normalerweise das Subjekt, besonders in der Wendung „nicht missen wollen“: „Ich möchte das nicht missen.“ Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide mit einem Gefühl von Verlust zu tun haben. Praktisch hilft: Bei „fehlen“ steht oft ein Dativ wie „mir“ oder „uns“; bei „missen“ sagt man häufig, dass man auf etwas nicht verzichten möchte.
missen
Unseren kleinen Garten möchten wir im Sommer nicht missen.
fehlen
Seit meine Schwester in Berlin lebt, fehlt sie mir oft.