entsetzlich
Etwas, das Schrecken, Schock oder großes Leid verursacht; furchtbar, schrecklich.
Die Nachrichten berichteten von einem entsetzlichen Unfall auf der Autobahn.

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Etwas, das Schrecken, Schock oder großes Leid verursacht; furchtbar, schrecklich.
Die Nachrichten berichteten von einem entsetzlichen Unfall auf der Autobahn.

„Entsetzlich“ leitet sich vom Verb „sich entsetzen“ ab, was „sich erschrecken“ oder „schockiert sein“ bedeutet. Etwas Entsetzliches verursacht also Entsetzen.
Der Anblick der Zerstörung war entsetzlich.
Steht „entsetzlich“ vor einem Nomen, bedeutet es „schrecklich“ (Bedeutung 1). Steht es aber vor einem anderen Adjektiv oder Adverb, funktioniert es als Verstärkung und bedeutet „extrem“ oder „sehr“ (Bedeutung 2).
Das war eine entsetzliche Vorstellung. (Bedeutung 1)
In der Bedeutung „schrecklich“ ist „entsetzlich“ ein sehr starkes Wort. Es drückt tiefen Schock, Grauen oder Abscheu aus und wird für wirklich schlimme Ereignisse oder Zustände verwendet.
Die Lebensbedingungen im Lager waren entsetzlich.
Als Verstärkungswort wird „entsetzlich“ oft mit negativen Gefühlen oder Zuständen kombiniert. Typisch sind: „entsetzlich müde“, „entsetzlich langweilig“, „entsetzlich kalt“ oder „entsetzlich teuer“.
Mir ist heute entsetzlich kalt.
„sehr“ und „entsetzlich“ können beide zur Verstärkung benutzt werden. „sehr“ ist neutral und passt in vielen positiven, negativen und sachlichen Situationen. „entsetzlich“ bedeutet als Verstärkung eher „extrem“ und klingt deutlich stärker. Es passt besonders bei negativen Gefühlen oder unangenehmen Zuständen, zum Beispiel bei Schmerz, Angst, Kälte oder Müdigkeit. Verwechseln kann man die Wörter, weil beide die Stärke erhöhen. Aber „entsetzlich“ ist nicht neutral: Es macht den Satz dramatischer und meist negativer. Für normale Verstärkung ist „sehr“ sicherer.

Am Abend war Hannes entsetzlich müde und wollte nur noch schlafen.
Am Montag ist sie sehr konzentriert in den Unterricht gegangen.