
erdulden
Etwas Schmerzhaftes, Unangenehmes oder Schwieriges über eine längere Zeit hinweg ertragen, ohne sich zu wehren oder zusammenzubrechen.
Die Bevölkerung musste jahrelang große Not erdulden.
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Etwas Schmerzhaftes, Unangenehmes oder Schwieriges über eine längere Zeit hinweg ertragen, ohne sich zu wehren oder zusammenzubrechen.
Die Bevölkerung musste jahrelang große Not erdulden.
„Erdulden“ ist ein untrennbares Verb, das auf „dulden“ (tolerieren) basiert. Die Vorsilbe „er-“ verstärkt die Bedeutung und betont, dass man eine schwierige Situation erfolgreich und über eine gewisse Zeit hinweg durchsteht.
Er musste die ungerechte Kritik schweigend erdulden.
Dieses Verb gehört zu einer gehobenen, eher formellen oder literarischen Sprache. Es drückt ein geduldiges und oft stilles Aushalten von großen Schwierigkeiten aus.
Die Gefangenen mussten unvorstellbare Qualen erdulden.
„Erdulden“ wird immer mit negativen Zuständen oder Ereignissen verwendet. Man erduldet typischerweise „Schmerzen“, „Leid“, „Unrecht“, „Hunger“ oder „Demütigungen“.
Sie musste während ihrer Krankheit starke Schmerzen erdulden.
Ertragen ist das allgemeine Wort für das Aushalten von etwas Schmerzhaftem oder Schwierigem. Erdulden hebt zusätzlich hervor, dass die Belastung längere Zeit anhält und ohne Gegenwehr ausgehalten wird. Für neutrales Aushalten passt ertragen, für langes passives Leiden eher erdulden.

Über viele Jahre erduldete er die Demütigungen, ohne sich zu wehren.
Während der Behandlung musste er starke Schmerzen ertragen.