erklimmen
Etwas Hohes und oft Schwieriges durch Klettern oder Steigen erreichen. Wird häufig für Berge oder Gipfel verwendet.
Die Bergsteigergruppe hat den Gipfel des Mount Everest erfolgreich erklommen.

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Etwas Hohes und oft Schwieriges durch Klettern oder Steigen erreichen. Wird häufig für Berge oder Gipfel verwendet.
Die Bergsteigergruppe hat den Gipfel des Mount Everest erfolgreich erklommen.

Das Verb besteht aus der Vorsilbe „er-“ und dem Stamm „klimmen“ (eine alte Form von klettern). Die Vorsilbe „er-“ betont hier das erfolgreiche Erreichen eines Ziels durch eine Anstrengung.
Es war sein Traum, diesen schweren Berg einmal zu erklimmen.
„Erklimmen“ ist ein untrennbares Verb, die Vorsilbe „er-“ bleibt also immer am Anfang des Verbs. Es braucht immer ein Akkusativobjekt, das angibt, was erklommen wird.
Sie hat den höchsten Turm der Stadt erklommen.
Das Objekt des Verbs zeigt, ob die Bedeutung wörtlich oder übertragen ist. Handelt es sich um einen physischen Ort wie „Berg“ oder „Gipfel“, ist es wörtlich. Bei abstrakten Zielen wie „Karriereleiter“ oder „Thron“ ist es übertragen gemeint.
Die Kinder versuchten, den höchsten Baum im Garten zu erklimmen.
Das Verb „erklimmen“ gehört zur gehobenen Sprache. Es klingt formeller und poetischer als einfach nur „klettern“ oder „steigen“ und betont die Schwierigkeit und den Erfolg der Handlung.
Nur wenige schaffen es, die höchsten Gipfel der Welt zu erklimmen.
In der übertragenen Bedeutung wird „erklimmen“ oft mit Zielen aus Karriere und Gesellschaft verbunden. Typische Wendungen sind „die Karriereleiter erklimmen“, „die Spitze erklimmen“ oder „den Thron erklimmen“.
Mit ihrem neuen Album hat die Band die Spitze der Charts erklommen.
„erreichen“ und „erklimmen“ können beide beschreiben, dass man zu einem hohen Ziel kommt. „erreichen“ ist allgemein: Man kann einen Ort, ein Ziel oder einen Zustand erreichen. „erklimmen“ ist genauer und bildhafter. Es passt besonders, wenn man etwas Hohes durch Klettern oder Steigen schafft, zum Beispiel einen Berg. Im übertragenen Sinn kann man auch eine hohe Position erklimmen. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide ein Ziel mit Anstrengung ausdrücken. Aber „erklimmen“ passt nur, wenn Höhe oder ein schwerer Aufstieg wichtig sind. Sonst ist „erreichen“ meist natürlicher.

Am Wochenende hat die Gruppe den steilen Gipfel erklommen.
Lena erreicht nach zwei Stunden Wanderung die Hütte.