erträglich
Beschreibt einen Zustand oder eine Situation, die zwar nicht angenehm, aber aushaltbar oder tolerierbar ist.
Die Hitze im Sommer war dieses Jahr gerade noch erträglich.

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Beschreibt einen Zustand oder eine Situation, die zwar nicht angenehm, aber aushaltbar oder tolerierbar ist.
Die Hitze im Sommer war dieses Jahr gerade noch erträglich.

Das Adjektiv „erträglich“ leitet sich vom Verb „ertragen“ ab, was „aushalten“ oder „erleiden“ bedeutet. Etwas, das erträglich ist, kann man also gerade noch aushalten.
Die Schmerzen nach der Operation waren mit den Medikamenten erträglich.
„Erträglich“ wird oft mit Adverbien kombiniert, um den Grad der Tolerierbarkeit zu beschreiben. Häufige Verbindungen sind „kaum erträglich“, „gerade noch erträglich“ oder „durchaus erträglich“.
Ohne Klimaanlage war die Temperatur im Büro kaum erträglich.
In dieser Bedeutung beschreibt „erträglich“ oft unangenehme, aber aushaltbare Zustände oder Sinneswahrnehmungen. Typische Nomen sind hier „der Schmerz“, „die Hitze“, „der Lärm“ oder „die Kälte“.
Der Lärm von der Party nebenan war die ganze Nacht kaum erträglich.
Wenn es um Geld geht, bedeutet „erträglich“, dass etwas als finanziell akzeptabel oder nicht zu teuer angesehen wird. Es wird oft in Bezug auf „Preise“, „Kosten“ oder „Ausgaben“ verwendet.
Die Kosten für die Reparatur des Autos waren zum Glück noch erträglich.
„angemessen“ und „erträglich“ können beide ausdrücken, dass etwas akzeptabel ist. Der Schwerpunkt ist aber verschieden. „angemessen“ heißt, dass etwas zur Situation passt oder fair wirkt, zum Beispiel ein Preis, ein Ton oder eine Reaktion. „erträglich“ sagt eher, dass etwas nicht schön ist, aber man es aushalten kann. Bei Preisen können sich die Wörter annähern: Ein erträglicher Preis ist nicht zu hoch. Trotzdem klingt „angemessen“ sachlicher und positiver, „erträglich“ eher nach einer Belastung.

Am Wochenende ist der Lärm im Haus gerade noch erträglich.
Für die kurze Reparatur ist der Preis angemessen.