erwachen
Aus dem Schlaf aufwachen; zu Bewusstsein kommen. Wird oft in einer gehobenen oder literarischen Sprache verwendet.
Als sie erwachte, schien die Sonne bereits durch das Fenster.

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Aus dem Schlaf aufwachen; zu Bewusstsein kommen. Wird oft in einer gehobenen oder literarischen Sprache verwendet.
Als sie erwachte, schien die Sonne bereits durch das Fenster.

Das Verb „erwachen“ ist untrennbar. Die Vorsilbe „er-“ bleibt in allen Satzformen fest mit dem Stamm „wachen“ verbunden und wird nicht ans Satzende gestellt.
Jeden Morgen erwacht er um Punkt sieben Uhr.
Das Perfekt von „erwachen“ wird immer mit dem Hilfsverb „sein“ gebildet. Grund dafür ist, dass das Verb eine Zustandsänderung beschreibt – vom Schlafen zum Wachsein.
Nach einem langen Winterschlaf sind die Bären wieder erwacht.
In der Bedeutung „aufwachen“ gehört „erwachen“ einem gehobenen, oft literarischen oder poetischen Sprachstil an. Es klingt formeller und weniger alläglich.
Der Prinz küsste Dornröschen, worauf sie aus ihrem hundertjährigen Schlaf erwachte.
Die übertragene Bedeutung erkennen Sie am Subjekt des Satzes. Handelt es sich um ein abstraktes Konzept wie „Interesse“, „Hoffnung“ oder „die Natur“, ist fast immer das Entstehen oder Beginnen gemeint.
Im Frühling erwacht die Natur zu neuem Leben.
„beginnen“ und „erwachen“ können beide ausdrücken, dass etwas neu anfängt. „beginnen“ ist das normale Wort für den Start von Handlungen, Zuständen oder Vorgängen. „erwachen“ ist in der übertragenen Bedeutung bildlicher und gehobener. Man benutzt es eher für Gefühle, Interessen oder Bewegungen, die langsam lebendig werden. Im Alltag sagt man meistens „beginnen“. „erwachen“ passt, wenn der Satz etwas poetischer oder feierlicher klingen soll.

Nach der Reise erwacht in Paul ein neues Interesse an fremden Sprachen.
Nach dem Frühstück beginnt die Besprechung mit einer kurzen Frage.